Flüchtlingslager Traiskirchen: Vorwurf sexueller Übergriffe
- "profil": European-Homecare-Mitarbeiter der sexuellen Nötigung weiblicher Insassen des Flüchtlingslagers beschuldigt
Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, langte bei der Caritas vor zwei Wochen ein anonymes E-Mail ein, in dem der Vorwurf erhoben wird, weibliche Insassen des Flüchtlingslagers Traiskirchen durch Mitarbeiter des Unternehmens European Homecare sexuell genötigt. European Homecare wurde vom Innenministerium im vergangenen Jahr mit der Leitung des Flüchtlingslagers beauftragt.
Die Caritas setzte das Innenministerium von den Vorwürfen in Kenntnis, worauf das Ministerium European Homecare und das Bundeskriminalamt informierte. In dem Schreiben, das von einem anonymen Freeaccount abgesetzt wurde, werden drei namentlich genannte Mitarbeiter von European Homecare beschuldigt, sexuelle Kontakte zu Frauen zu pflegen. Frauen, die sich weigerten, "freundlich" zu sein, "bekämen die verschiedensten Probleme".
Die polizeilichen Ermittlungen vor Ort, die eine Woche nach Bekanntwerden der Vorwürfe begannen, ergaben keine konkreten Verdachtsmomente. Donnerstag vergangener Woche ging der Bericht der Kriminalpolizei an die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt.
Der bisherige Österreich-Chef von European Homecare, Dietmar Awißus, verabschiedete sich überraschend in den Urlaub. Die Leitung des Flüchtlingslagers übernahm Eckard Wilcke, der diese Funktion bis Ende August des Vorjahres bereits inne hat. Fünf Mitarbeiter von European Homecare wurden gekündigt. Wilcke versicherte "profil" gegenüber, die Kündigungen hätten "ausschließlich interne Gründe" und stünden nicht im Zusammenhang mit behaupteten sexuellen Übergriffen.
Die gesamte Story lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von profil!
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