Samstag, 31. Jänner 2004

Wunder nach Eis-Unfall: Jüngerer Bruder spricht!

  • Drama am 31. Jänner in Wien: Zwei Buben brachen auf Teich ein
  • Kinder wurden in künstlichen Tiefschlaf versetzt

Ihr Leben hing am seidenen Faden, jetzt beginnt der jüngere der beiden Brüder zu sprechen! Andreas (7) und Christopher (9) liegen seit dem 31. Jänner im AKH, wurden in künstlichen Tiefschlaf versetzt. Sie waren in Wien auf einem Teich durchs dünne Eis eingebrochen, trieben minutenlang im Wasser!

Wie der behandelnde Arzt am Allgemeinen Krankenhaus in Wien (AKH), Univ.-Prof. Dr. Gerhard Trittenwein, am Dienstag auf APA-Anfrage erklärte, sei Andreas "schon weitgehend wach": "Er beginnt auch schon zu sprechen". Im Großen und Ganzen sei die Entwicklung des Kinde "positiver, als wir erhofft haben." Neben den Sprechversuchen gebe es auch erste unkoordinierte Bewegungen.

Christopher weiter ohne Bewusstsein
Der ältere Bruder Christopher sei weiter ohne Bewusstsein. Bei ihm sei auch die Ausgangssituation "viel schlechter" gewesen, da er rund eineinhalb Stunden ohne Kreislauffunktionen gewesen sei. Eventuelle Folgeschäden durch den Sauerstoffmangel könne man derzeit noch nicht abschätzen, so Trittenwein. Die Entwicklung der beiden sei angesichts der Umstände jedoch "sehr erfreulich".

In den nächsten Tagen werde sich akut keine großen Änderungen im Zustand der Buben ergeben, schätzte er. Die Brüder waren nahe dem Schillerwasser in Wien im Eis eingebrochen, wo sie mit zwei anderen Kindern gespielt hatten. Nach der Bergung durch Feuerwehrtaucher und der Reanimation waren sie ins AKH geflogen worden und liegen auf der Kinderintensivstation. (apa)

31.1.2004 12:44