Freitag, 30. Jänner 2004

Nach AUA-Notlandung: Fokker-Bergung abgeschlossen

  • Flugzeugteile unterwegs in die Niederlande
  • PLUS: Was Pilot Jan Michael Kurka zu seiner Glanzleistung sagt!

Die Bergung der kurz vor München notgelandeten Fokker der Austrian Airlines ist abgeschlossen. Die Teile der Maschine sollen am Samstag beim Hersteller Stork in den Niederlanden ankommen, wo sie weiter untersucht werden, sagte Unternehmenssprecher Johannes Davoras auf APA-Anfrage.

Für die Bergung mussten zuerst die beiden Triebwerke, das Heckleitwerk und dann die Tragflächen abgenommen werden, um diese Einzelteile und den Flugzeugrumpf auf insgesamt sieben Tiefladern zu befördern. Das Gelände, wo die Maschine notgelandet war, wurde mit Stahlplatten verstärkt, damit der Kran auf dem aufgeweichten Boden zum Flugzeug gelangen konnte.

Die Triebwerke der AUA-Fokker hatten am 5. Jänner in einer Höhe von 4.000 Metern plötzlich rapide an Leistung verloren. Der Pilot legte daraufhin mit dem Flugzeug auf dem Acker eine Bauchlandung hin. Bei dem Manöver wurde niemand ernstlich verletzt.

Erste Tests ergaben, dass an beiden Triebwerken der notgelandeten AUA-Maschine der Eisschutz herausgebrochen war. Diese Vorrichtung war bei folgenden Checks bei acht von insgesamt neun Fokker der Austrian Airlines beanstandet worden, worauf vom niederländischen Fokker-Eigentümer Stork weltweit Überprüfungen der Flotte (320 Maschinen) bezüglich der so genannten Ice Impact Trays empfohlen wurden. (apa)

30.1.2004 10:41