Freitag, 30. Jänner 2004

A 9-Plabutsch-Tunnel: Neue Röhre seit heute in Betrieb

  • Weströhre wurde am Donnerstag offiziell eröffnet
  • PLUS: So funktioniert die neue Tempo-Messung!

Seit 0.00 Uhr ist der A 9-Plabutsch-Tunnel nach dreitägiger Sperre wieder für den Verkehr befahrbar, und zwar über die neu gebaute Weströhre. Trotz der am Donnerstag erfolgten offiziellen Eröffnung müssen die Kfz-Lenker bis Herbst weiterhin mit einer Röhre und Gegenverkehr zufrieden sein: So lange dauert die Generalsanierung der 1987 eröffneten Oströhre.

"Die Fertigstellung der zweiten Röhre des Plabutsch-Tunnels ist ein weiterer wichtiger Schritt zu mehr Verkehrssicherheit auf Österreichs Autobahnen und Schnellstraßen", sagte Verkehrsminister Hubert Gorbach (F) anlässlich der Eröffnungsfeierlichkeiten. Der zweiröhrige Ausbau des Tunnels war notwendig geworden, weil der Verkehr in den vergangenen Jahren stark gestiegen war: Fuhren 1987 täglich rund 10.000 Kfz durch, so wurden 2003 durchschnittlich 23.000 Fahrzeuge gezählt. Bis Ende 2003 waren bereits rund 100 Mio. Fahrzeuge durch den Plabutsch-Tunnel gefahren.

"Diese Maßnahme entspricht meinem erklärten Ziel, bis 2010 die Anzahl der Verkehrstoten auf Österreichs Straßen zu halbieren. Alle sicherheitstechnischen Maßnahmen, die in der Tunnelsicherheitskommission beschlossen wurden, flossen in dieses Projekt. Jeder Euro der investiert wurde, ist gut investiertes Geld", so der Verkehrsminister. Dort, wo es das Verkehrsaufkommen notwendig mache, werde der Bau zweiter Tunnelröhren auch künftig so rasch wie möglich umgesetzt. Konkret nannte Gorbach den Katschberg- und den Tauern-Tunnel.

Die Bauzeit der Weströhre betrug fünf Jahre, insgesamt wurden von der Asfinag 142 Mio. Euro investiert. Die Sanierung der alten Oströhre werde weitere 16 Mio. Euro kosten. Die Eröffnung der neuen Röhre brachte der Stadt Graz Ende Jänner für drei Tage eine starke Verkehrsbelastung: Um die Umleitung in den neuen Durchlass zu errichten, war der Autobahn-Tunnel von Dienstag bis inklusive Donnerstag gesperrt, alle Fahrzeuge wurden durch das Stadtgebiet umgeleitet. Zwar gab es in den Früh- und Abendstunden starke Staus auf der Umleitungsroute, der befürchtete Verkehrskollaps blieb aber aus, teilte die Grazer Polizei Donnerstagmittag mit. "Wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", so ein Beamter. (apa)

30.1.2004 09:06