Neue Studie bestätigt: Klimawandel in Österreich
- In den letzten fünfzig Jahren wurde es immer wärmer
Österreichs Klima ist einem markanten Wandel unterworfen. Das ergibt eine neue Studie, die am Mittwoch von Umweltminister Pröll vorgestellt wurde. Demnach wird sich der Temperaturdurchschnitt in den kommenden Jahren weiter erhöhen, zudem treten die globalen Änderungen im alpinen Raum beschleunigt auf, wie die Autorin der Studie "StartClim", Univ.-Prof. Dr. Helga Kromp-Kolb betonte.
Betrachte man den Temperaturdurchschnitt über 1.000 Jahre, zeige sich in den vergangenen Jahrzehnten "ein bedeutender Anstieg", sagte Kromp-Kolb. Die Analyse der Temperaturreihe seit 1950 am Standort Wien Hohe Warte habe gezeigt, dass das tägliche Temperaturmaximum der Sommertage im Vergleich zum Zeitraum 1900 bis 1950 um rund zwei Grad gestiegen ist.
Der Anteil der Sommertage mit bis zu 30 Grad verdopple sich laut der Studie bis zum Jahr 2050. "Jeder vierte Sommertag wird über 30 Grad haben", so die Forscherin. Die Zahl der Frosttage, deren Temperaturen den Gefrierpunkt nicht überschreiten, werde künftig sinken. Das Resultat: Die Jahresmittel steigen, so die Forscherin.
Bedingt durch die vielen Berge ändere sich das Klima in Österreich wesentlich rascher als in Meeresregionen: "Der alpine Raum zeichnet sich durch eine besonders rasche Reaktion aus." Das liege daran, dass sich Wasser schwerer erwärmen lasse als Erde. Dazu komme eine immer frühere Schneeschmelze, sagte Kromp-Kolb.
Extreme Phänomene wie die Dürre im vergangen Sommer werden in Zukunft öfter auftreten, ergänzte sie. Die Berechnungen hätten gezeigt, "dass das Jahr 2003 kein so großer Ausreißer war", wie man zunächst angenommen habe.
(apa)
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