Mittwoch, 28. Jänner 2004

Pensionskassen: Sieben Prozent Wertezuwachs im Jahr 2003

  • Dennoch Pensionskürzungen: Nur zwei Drittel der Zusatzpensionen steigen oder bleiben

Nach zwei Minus-Jahren haben die Pensionskassen in Österreich im Vorjahr im Schnitt eine positive Performance von sieben Prozent erzielt - dennoch wird nach den schwierigen Veranlagungsjahren jede dritte Zusatzpension erneut gekürzt. 2002 war das veranlagte Vermögen auf Grund der internationalen Börsenkrise um 6,3 Prozent geschrumpft, 2001 hatte das Minus 1,6 Prozent betragen.

Trotz der guten Performance im Jahr 2003 gibt es nur für zwei Drittel der Begünstigten entweder um bis zu zwei Prozent höhere oder stagnierende Pensionsleistungen, da einzelne Kassen die in den schwierigen Veranlagungsjahren 2000 bis 2002 aufgebrauchten Reserven auffüllen müssen, wie Fachverbandsgeschäftsführer Fritz Janda am Mittwoch vor Journalisten erläuterte. Zusätzlich erfolge bei einem Anbieter ein Systemwechsel, weshalb insgesamt bei jedem dritten Berechtigten die Zusatzpensionen um 0,1 bis zwei Prozent sinken werden.

Ende 2003 hatten bereits 383.000 Menschen in Österreich einen Anspruch auf eine betriebliche Zusatzpension bei einer Pensionskasse - rund zwölf Prozent der unselbständigen Erwerbstätigen und um ein Zehntel mehr als ein Jahr zuvor: Ende 2002 waren es erst 344.000 Personen gewesen. Mit 280 Mio. Euro jährlich sind die Pensionskassen der größte private Pensionszahler in Österreich. Insgesamt haben sie derzeit rund neun Mrd. Euro veranlagt.

(apa)

28.1.2004 11:37