Mittwoch, 21. Jänner 2004

Ferrero-Waldner in NEWS: "Bin emanzipierte Frau, keine Feministin"

  • Die ÖVP-Kandidatin legt sich fest: Sie wird zu Diskussionen mit SPÖ-Kandidaten Heinz Fischer zur Verfügung stehen
  • 1. NEWS-Gallup-Umfrage nach Nominierung: Fischer 44%, Ferrero 36%

Warum man bei der Bundespräsidentenwahl ihr die Stimme geben sollte? - Die erste Antwort der ÖVP-Kandidatin Benita Ferrero-Waldner auf diese Frage im neu erscheinenden NEWS-Interview lautet: "Weil ich die erste Frau in diesem Amt wäre." Sie selbst definiert sich als berufstätige, emanzipierte Frau, jedoch: "Ich bin keine Feministin, wollte aber immer berufstätig sein, auch wenn ich Kinder gehabt hätte."

"Ich wäre nie zuhause geblieben, mit Hilfen kann man das organisieren." Dass die ÖVP-FPÖ-Regierung begünstige, dass Frauen dem Arbeitsmarkt fernbleiben, sei "eine völlig falsche Interpretation. Sie will nur die Wahlfreiheit für Frauen sichern. Frauen müssen dann selbst entscheiden, ob sie mit Kindern daheim bleiben oder wieder berufstätig sein wollen."

Zur EU-Steuer, die Bundeskanzler Wolfgang Schüssel vorgeschlagen hat, sagt Benita Ferrero-Waldner: "ich bin gegen eine Kopfsteuer, welche die Bürger belastet. Es muss zu einer Entlastung für Nettozahlen wie Österreich kommen." Ihr Amtsverständnis sei ein ganz anderes als das von Heinz Fischer. Sie ist zwar ÖVP-Mitglied und war Spitzenkandidatin der ÖVP in Salzburg bei der letzten Nationalratswahl, doch sei sie "nicht wie Heinz Fischer Spitzenfunktionär einer Partei." Für Diskussionen mit dem SPÖ-Kandidaten werde sie zur Verfügung stehen, kündigt Ferrero-Waldner im Interview an.

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21.1.2004 13:36