Fischer in NEWS: "Anwalt prüft Klage" gegen Skandalbuch
- SP-Präsidentschaftskandidat antwortet in NEWS auf Skandal-Vorwürfe
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In einem Interview im neuen Nachrichtenmagazins NEWS nimmt SP-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer erstmals zu einem mit Angriffen auf ihn gespickten Buch Stellung: "Dieser Herr Hofbauer wird ja nicht ernst genommen", meint Fischer etwa zu Vorhaltungen, er habe die EU-Sanktionen betrieben.
Fischer: "Es gab von mir aktive Bemühungen um eine Normalisierungsstrategie in voller Absprache mit Wolfgang Schüssel." Auch der angebliche "Prachtbau" Fischers auf der Hohen Wand bestehe aus "zwei mal 70 Quadratmeter Gesamtfläche."
Fischer weiter: "Wir werden das einem Anwalt übergeben. Ich persönlich habe noch nie geklagt, aber ob diese spezielle Form eines Wahlkampfbeitrags zwischen Buchdeckeln meine Gewohnheit ändern wird, entscheide ich erst nach dem Rat des Anwalts."
Tatsächlich liege "der viel höhere Aufklärungsbedarf auf der anderen Seite. Interessant ist, dass Autor Hofbauer ein Ex-Mitarbeiter der ÖVP ist, sowie auch Kurt Bergmann und dass er gemeinsam mit Wolfgang Schüssel 1984 ein Buch zur "Schattenwirtschaft in Österreich" herausgegeben hat." Fischer wolle "nicht auf das Niveau von Hofbauer herabsteigen. Insebesondere eine Bundespräsidentenwahl darf auf keinen Fall zur Schlammschlacht ausarten. Gewählt werden soll, wer das Amt besser ausfüllt und nicht, wer in die tiefe Lade greift."
Auf die Frage, welches der größte Unterschied zur Gegenkandidatin sei, antwortet Fischer: "Viele sagen mir: ,President for President'. Die meinen, dass jemand, der in zwölf Jahren im Amt des Nationalratspräsidenten von allen Parteien mehrmals wiedergewählt wurde, bestens auf das Amt des Bundespräsidenten vorbereitet ist. Viele wollen, dass die Hofburg nicht eine Dependance des Kanzleramts ist - sie trauen mir die größere Unabhängigkeit gegenüber dem Kanzler zu. Der Unterschied ist, dass es heute keinen denkbaren Kanzler gibt, der sagen kann, er habe mich erfunden oder ich schulde ihm persönlichen Dank. Auf der anderen Seite schaut das schon anders aus." Und was die vom Ferrero-Komitee erbetene Unterstützung der Parteichefs betrifft, erklärt Fischer: "Ich werbe nicht um Parteivorsitzende, sondern spreche die Österreicherinnen und Österreicher direkt an. Ich erwarte eine bunte Wählerschar. Herbert Haupt würde vielleicht überrascht sein, wie viele Freiheitliche sich nicht vorschreiben lassen, wen sie wählen."
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