Montag, 19. Jänner 2004

Michael Jackson: Anwalt schließt finanzielle Einigung aus

  • Der Sänger soll unter Uri Gellers Hypnose Kindesmissbrauch abgestritten haben
  • PLUS DIASHOW: Razzia, Haftbefehl & dann Verhaftung!

Der Anwalt des wegen Kindesmissbrauchs angeklagten US-Popstars Michael Jackson hat eine finanzielle Einigung mit den Klägern ausgeschlossen. Solange er Jacksons Rechte vertrete, werde es keine derartige außergerichtliche Abmachung geben, sagte Staranwalt Mark Geragos am Montag dem US-Fernsehsender ABC. Die Gegenpartei verfolge mit ihrer Klage ohnehin nur finanzielle Interessen.

Wenn es nicht um Geld gehe, warum habe die Familie "von den 175.000 aktiven Anwälten in Kalifornien" ausgerechnet den ausgewählt, der seinen Mandanten "zuvor wegen Geldes ausgequetscht" habe. "Wenn es um meinen Sohn ginge und mein Sohn belästigt worden wäre, würde ich zur Polizei gehen, nicht zu einem Geldanwalt", sagte Geragos.

Jackson ist angeklagt, zwischen Februar und März vergangenen Jahres einen damals unter 14 Jahre alten Buben in sieben Fällen sexuell missbraucht zu haben. Ferner soll er demselben Buben zwei Mal Alkohol eingeflößt haben, um ihn gefügig zu machen. Dafür drohen Jackson mehr als 20 Jahre Gefängnis. Seit der Anklageerhebung am 18. Dezember hatte der Popstar wiederholt seine Unschuld beteuert und die Anschuldigungen als "große Lüge" bezeichnet.

Schon 1993 war Jackson unter Missbrauchsverdacht geraten. Damals kam er um einen Prozess herum, nachdem er sich mit der Familie des Kindes einigen konnte; dabei soll er einen zweistelligen Millionenbetrag gezahlt haben.


Uri Geller nimmt Jacko in Schutz
Hellseher Uri Geller nimmt seinen Freund Michael Jackson gegen Vorwürfe des Kindesmissbrauchs in Schutz. Geller sagte am Sonntag im israelischen Radio, der Popsänger habe ihm vor drei Jahren unter Hypnose gesagt, er habe sich Kindern niemals sexuell genähert. Er sei überzeugt, dass Jackson damals die Wahrheit gesagt habe. Geller behauptet, Jackson nicht vorher gefragt zu haben, dass er ihn danach fragen würde.

Er habe Jackson vor drei Jahren in einem Aufnahmestudio mit dessen Einverständnis in Hypnose versetzt und ihn dann nach den Gerüchten über den Kindesmissbrauch befragt. "Er antwortete mir in tiefer Hypnose, dass er niemals ein Kind sexuell berührt habe", erklärte Geller. "Er sagte: 'Meine Beziehungen zu Kindern sind sehr schön'." Geller betonte, er sei ein erfahrener Hypnotiseur und hätte es gemerkt, wenn Jackson versucht hätte, ihm etwas vorzuspielen.

Er habe den Sänger zuvor nicht um Erlaubnis gebeten, ihm diese Frage stellen zu dürfen, sagte Geller. Er hätte die Frage jedoch auf jeden Fall gestellt, weil er damals vorgehabt habe, Jackson seiner Familie vorzustellen und sicher gehen wollte, dass der Sänger unbescholten sei. Geller wurde in Israel geboren und wuchs dort auf. Seit 1972 lebt er in Europa. (red, APA)

19.1.2004 12:21

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