Sonntag, 25. Jänner 2004

Causa-EStAG: Rücktrittsforderung an Landesrat Paierl

  • Fall EStAG: Bald ein Thema für den Staatsanwalt?
  • Alle 3 Vorstände mussten gehen, Ditz übernahm interimistisch!

Der Rechnungshofsprecher der SPÖ, Günther Kräuter, hat den steirischen Finanz- und Wirtschaftslandesrat Herbert Paierl am Sonntag im Zusammenhang mit der EStAG-Affäre zum Rücktritt aufgefordert. Kräuter bezieht sich auf Aussagen des Managers Hans-Jörg Tengg, der 2002 mit dem Verkauf der Grazer Stadtwerke Energie an die EStAG betraut war.

Ihm zur Folge habe Paierl in dieser Sache interveniert - entgegen seinen Aussagen gegenüber dem Rechnungshof. Kräuter zitiert die aktuelle Ausgabe des "profil": "Paierl, Hirschmann, wie sie auch heißen: Alle haben interveniert, dass die EStAG Beteiligungen kauft". Kräuter verweist darauf, dass Paierl gegenüber dem Rechnungshof behauptet habe, dass er bei ESTAG-Beteiligungen jenseits des Kerngeschäftes nicht eingegriffen hätte. Diese Aussage entspreche also nicht der Wahrheit, so Kräuter: "Landesrat Paierl ist nicht mehr tragbar und sollte sofort zurücktreten."

Es sei einfach unerträglich, dass angesichts der Faktenlage und dem öffentlichen Interesse an einer vollständigen Aufklärung des EStAG-Skandals durch den Bundesrechnungshof der verantwortliche Eigentümervertreter des Landes dem Rechnungshof gegenüber nicht die Wahrheit sage, erklärte der SP-Politiker weiter. Auch Ex- Vorstandsdirektor Hirschmann habe schon im September von einem "flammenden Plädoyer" Paierls zu Gunsten der umstrittenen Beteiligung der EStAG an der Fluglinie "Styrian Spirit" berichtet. (APA)

25.1.2004 14:12