Safaripark Gänserndorf: Baxter schießt "Schimpansenpension" vor
- 57.000 Euro sollen vorzeitig ausgezahlt werden
- Am 19. Jänner wurde Konkursverfahren eröffnet
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Das Pharma-Unternehmen Baxter greift dem insolventen Safaripark Gänserndorf unter die Arme, indem es die nächsten 57.000 Euro "Pension" für die 43 dort untergebrachten Schimpansen, die früher in der Forschung verwendet wurden, vorzeitig auszahlen will. Allerdings müsse der Masseverwalter zuvor das Einverständnis mit dem Treuhänder herstellen, der diese Gelder verwaltet, teilte Baxter-Vorstandssprecher Peter Mateyka am Samstag in einer Aussendung mit.
Baxter zahlt für die Affen rund 15 Euro pro Tier und Tag, in Summe 228.000 Euro jährlich. Das Geld wird nach Angaben des Unternehmens nach einer ursprünglichen Vereinbarung jeweils am Ende eines Quartals überwiesen. Angesichts der Finanznot im Safaripark soll der nächste Betrag vorzeitig gezahlt werden.
Meldungen, wonach Baxter die Gehälter der Tierpfleger übernehmen soll, sind laut Mateyka falsch. "Das ist niemals so vereinbart worden. Wir können und wollen in Zeiten, in denen das wirtschaftliche Umfeld auch für Pharma-Unternehmen schwieriger wird, auf keinen Fall finanziell für die gravierenden Fehler des früheren Safaripark-Managements aufkommen, die völlig ohne unser Zutun gemacht wurden", erklärte der Vorstandssprecher.
Baxter engagiere sich für eine zukunftsorientierte Lösung, "wir müssen und allerdings dagegen verwehren, von manchen Personen als finanzielle 'Melkkühe" für den Safaripark angesehen zu werden", betonte Mateyka. (APA/Red.)
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