Euro-Blüten: Hauptsächlich falsche 50er im Umlauf!
- Im Jahr 2003 insgesamt rund 20.000 Fälschungen sichergestellt
- Die meisten Blüten kursieren im Großraum Wien

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In Österreich kursieren immer mehr Euro-Blüten! Im Jahr 2003 wurden knapp 20.000 gefälschte Scheine sichergestellt. Mehr als die Hälfte der Blüten entfällt auf die sprichwörtlichen "falschen Fuffziger", also 50-Euro-Scheine. Vor allem im Großraum Wien ist die Falschgeld-Gefahr besonders groß.
Insgesamt wurden 7.467 Euro-Banknoten dem Umlauf entzogen. Den entstandenen Schaden bezifferte der Kassendirektor der Nationalbank, Stefan Augustin mit rund 600.000 Euro. Gleichzeitig sei jedoch die Zahl der gefälschten Valuten von 3.900 auf rund 900 stark zurückgegangen, betonte er.
Insgesamt 19.963 Scheine wurden sichergestellt, was laut Augustin einen starken Anstieg darstellt. Zum Vergleich: 2002 waren 5.068 Stück aufgetaucht. Der Steigerung steht jedoch ein größerer Fahndungserfolg gegenüber: Rund 12.500 Fälschungen seien von den Ermittlern abgefangen worden, bevor sie in Umlauf gelangen und damit Schaden anrichten konnten. Laut der Vizedirektorin des Bundeskriminalamts (BK), Andrea Raninger, eine zufrieden stellende Bilanz für die Ermittler: "Wir werten das als großen Erfolg der Exekutive." 117 Personen seien im Zusammenhang mit einschlägigen Delikten im Vorjahr festgenommen worden.
Am stärksten war der Großraum Wien betroffen: Rund 50 Prozent der "Blüten" wurden in der Hauptstadt und in den umliegenden Gebieten sichergestellt. Der Grund dafür: Die Fälschungen kommen vor allem aus dem Osten, Wien sei bei der Anreise der erste Ballungsraum, sagte der Leiter der Abteilung für Organisierte Kriminalität im BK, Erich Zwettler. Am unwahrscheinlichsten ist es laut Statistik in Kärnten, Vorarlberg und dem Burgenland, mit einem falschen Euro in Berührung zu kommen.
Der meist gefälschte Schein war mit rund 52 Prozent der 50er, am seltensten gab es mit 0,1 Prozent falsche Fünfer. Im internationalen Vergleich entfielen laut Nationalbank auf Österreich nur 1,3 Prozent aller Euro-Blüten, das sei der geringste Wert seit Einführung des Euro.
(apa/red)
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