Mittwoch, 21. Jänner 2004

BA-CA-Vorstand: Muss jetzt auch Vizechef Kadrnoska gehen?

  • Zeitungen berichten über Ablösegerüchte für weiteren Vorstand
  • PLUS: Neuer Generaldirektor wird nächsten Montag nominiert

In der Bank Austria Creditanstalt (BA-CA) gibt es keinerlei Stellungnahme, in Zeitungen wird jedoch spekuliert, dass im Sonderaufsichtsrat am kommenden Montag auch der Vertrag eines weiteren Vorstandsmitglieds Beratungsgegenstand sein könnte.

Laut "Standard" (Donnerstagausgabe) deute vieles darauf hin, dass es mit der vorzeitigen Ablöse von Karl Samstag als BA-CA-Vorstandsvorsitzendem nicht getan sein werde. Auch Friedrich Kadrnoska, Samstags Stellvertreter im Vorstand, soll seinen Abgang erwägen, schreibt die Zeitung.

Der 53-jährige Kadrnoska gilt als Vertrauter von Samstag und hat mit ihm den Börsegang der BA-CA durchgezogen. Kadrnoska ist im Vorstand für das Osteuropa-Geschäft sowie für Beteiligungen zuständig, womit er laut "WirtschaftsBlatt" den missglückten Verkauf der Schoellerbank zu verantworten habe. In der Vorwoche hatte HVB-Chef Dieter Rampl den Vorstand der österreichischen Tochter BA-CA öffentlich wegen des Vorgehens bei der Schoellerbank gerügt. Der HypoVereinsbank (HVB) sollen auch die Gewinne der Osteuropa-Töchter zu niedrig sein.

Der Zeitung zufolge soll es in den kommenden Tagen zu einer Aussprache zwischen BA-CA-Aufsichtsratschef Gerhard Randa und Kadrnoska kommen. Kadrnoska könnte von BA-CA-Vorstand Wolfgang Haller als Vizechef ersetzt werden, spekuliert das Blatt in seiner Donnerstag-Ausgabe. Das Osteuropa-Geschäft würde ein anderer Vorstand bekommen. (APA)

21.1.2004 21:51