NÖM-Aktien: Raiffeisen will sie von Parmalat zurück!
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Ermittlungen gegen Parmalat Austria
Der Mehrheitseigentümer des niederösterreichischen Molkereiunternehmens NÖM, die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien, löst den Vertrag mit dem 25-Prozent-Mit-Eigentümer Parmalat und fordert diesen zur "Rückübertragung der NÖM Aktien" auf. Dies teilte die Holding am Mittwochnachmittag mit. Die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien begründet dies mit der Insolvenz des Vertragspartners.
Die NÖM AG habe sich in den vergangenen Jahren zu einem prosperierenden Molkereinunternehmen entwickelt, das auch "gute Ergebnisse erwirtschaftet", hieß es in der Mitteilung. Die NÖM habe somit "beste Voraussetzungen, in Hinkunft die Marktbearbeitung in den europäischen Ländern auch ohne Parmalat voranzutreiben".
Die Lösung des Vertrags mit Parmalat sei schließlich auch deshalb notwendig, weil die NÖM in der Öffentlichkeit immer wieder in Zusammenhang mit dem italienischen Milchkonzern gebracht werde. "Einer Rufschädigung beim Verbraucher, beim Handel und bei den Bauern soll daher rasch entgegengewirkt werden". Derzeitige Eigentümer der NÖM AG sind nach Raiffeisen-Angaben die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien mit rund 65 Prozent, Parmalat SpA mit 25 Prozent sowie die niederösterreichischen Milchgenossenschaften mit rund 10 Prozent.
Die wichtigste Beteiligung von Parmalat in Österreich, die Sperrminorität am niederösterreichischen Molkereikonzern NÖM, ist bereits gerichtlich eingefroren. Der Untersuchungsrichter in Wien hat dem Antrag der Staatsanwaltschaft auf Einstweilige Verfügung noch am Freitag statt gegeben. Parmalat hat keinen Zugriff mehr und auch keine Verkaufsrechte.
(apa, red)
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