Hybrid-Antriebe: VW-Chef kritisiert sie als Irrweg
- "Ökologische Katastrophe" in Herstellung, Betrieb und Entsorgung
Volkswagen-Chef Bernd Pischetsrieder hat Hybrid-Antriebe für Autos unter Gesichtspunkten der Umweltverträglichkeit und des Energieeinsatzes als technologischen Irrweg kritisiert. Unter dem Blickwinkel des Aufwands zu ihrer Herstellung, der Energiebilanz während des Betriebs und schließlich der Entsorgung sowie der Umweltweltverträglichkeit seien Hybridautos "eine einzige Katastrophe".
"Die Gesetze der Physik wird auch noch so gute Propaganda nicht ändern können", fügte er hinzu. Dennoch arbeite auch Volkswagen an dieser Technologie. Pischetsrieder begründete dies vor allem mit der Umweltgesetzgebung in den USA, durch die den Automobilherstellern in einigen US-Staaten scharfe Emissions-Auflagen gemacht werden.
Beim Hybridantrieb wird das Auto beim Anfahren, Einparken, im Stop-and-Go-Verkehr oder bei langsamer Fahrt, wenn das Auto ohne größeren Leistungsbedarf im Verkehrsfluss mitrollt, durch einen Elektromotor angetrieben. Erst wenn eine höhere Motorleistung nötig wird, schaltet sich ein herkömmliches Diesel- oder Benzinaggregat ein.
Nach Ansicht von Volkswagen ist diese Antriebsart für den Einsatz sowohl in den USA als auch in Europa wenig geeignet, weil der Antrieb überwiegend im Leistungsbereich oberhalb des Elektromotors arbeitet und dieser damit nur als zusätzliche Last transportiert werden muss - bei entsprechend höherem Energieaufwand. Bekannt geworden ist diese Technologie unter anderem durch den Prius von Toyota. Mercedes hat auf der Autoschau Anfang Januar in Detroit die Fahrzeugstudie des Vision Grand Sports Tourer (GST) gezeigt, die ebenfalls von einem Hybrid-Motor angetrieben wird.
(apa, red)
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