Mittwoch, 21. Jänner 2004

EStAG: Haider für "südösterreichische Stromlösung"

  • Kärntner Landeshauptmann will ein Strom-"Südachse"

Nach dem spektakulären Köpferollen bei der Energie Steiermark Holding (EStAG) am 20. Jänner, bei dem Aufsichtsratspräsident Ditz die Agenden des Vorstandes übernommen hatte, schlug der Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider eine "südösterreichische Stromlösung" vor. Eine "Südachse" gegen die Vormachtstellung der so genannten "Österreichischen Stromlösung".

Die EStAG-Vorstände Werner Heinzl, Hubert Jeneral und Gerhard Hirschmann waren am 20. Jänner mit sofortiger Wirkung suspendiert worden. Bis Ende Juni soll ein neuer Vorstand per Ausschreibung gefunden werden.

Haider erklärte am tags darauf, die Ablöse des Vorstandes biete nun die Chance für eine engere Zusammenarbeit der EStAG mit dem Kärntner Energieversorger Kelag.

"Ich kann mir eine Partnerschaft auf Augenhöhe vorstellen, mit der wir zusammen im Markt agieren." Er werde in den nächsten Tagen ein Gespräch über diese Optionen mit der steirischen Landeshauptfrau Waltraud Klasnic (ÖVP) führen.

Haider meinte, mit einer südösterreichischen Kooperation wäre auch die zu befürchtende Vormachtstellung der so genannten "Österreichischen Stromlösung" (ÖSL) stark eingeschränkt. Er werde mit Klasnic auf jeden Fall "alle Varianten diskutieren", er hoffe, dass die Steirer für gute Lösungen zu haben seien. (APA, Red.)

21.1.2004 11:55