Safaripark Gänserndorf: Gesellschaft rettet Tierpark
- Am 19. Jänner wurde Konkursverfahren eröffnet
- 64 Mitarbeiter und 850 Tiere betroffen
·Safaripark
Pechlaner: "Tier-Tötung kein Thema"
Niederösterreichs Landeshauptmann hat 19. Jänner zur Rettung des Safariparks Gänserndorf eine Expertenrunde nach St. Pölten geladen. Laut Pröll wurde die Gründung einer Gesellschaft vereinbart, die zur Weiterführung Gelder zur Verfügung stellen wird. Am Nachmittag wurde das Konkursverfahren eröffnet. Die Schulden: 4,7 Mio. Euro.
Zum Masseverwalter wurde Rechtsanwalt Ferdinand Bruckner bestellt. Von der Insolvenz sind u.a. 64 Mitarbeiter und 850 Tiere betroffen. Laut Kreditschutzverband von 1870 (KSV) wird der Masseverwalter kurzfristig die Frage zu klären haben, ob das Unternehmen Safaripark weitergeführt werden kann.
Der Gesellschaft, die den Safaripark retten soll, gehören die Österreichische Zoo-Organisation, das Pharma-Unternehmen Baxter und die regionale Entwicklungsgesellschaft Eco Plus an.
Weiters wird die Gesellschaft bis Februar ein Grobkonzept zum Fortbestand des Safariparks am Standort und der damit verbundenen Attraktivierung erstellen. Die primäre Sorge gilt laut Pröll der nahen Zukunft, d.h. der Absicherung der Arbeitsplätze sowie der Versorgung der Tiere. Alle Anstrengungen würden einem Weg aus der derzeit nahezu aussichtslosen Situation gelten. Die Partner seien "muskulös", verwies Pröll auf international anerkannte Experten wie den als Mitglied der Zoo-Organisation anwesenden Schönbrunn-Direktor Helmut Pechlaner. "Schwierig" könnte die Rettung dann werden, wenn sich herausstellt, "dass noch mehr finanzielle Leichen im Keller liegen".
Nach den Worten von Pröll ist es noch zu früh, über ein neues Management zu sprechen. Die personelle Besetzung könnte sich aber aus dem Expertenkreis rekrutieren. Pechlaner erklärte dazu, es gehe darum, das Know-how der österreichischen Zoos einzubringen, um den Safaripark auf diesen Level zu bringen. Er selbst sei mit der Leitung von Schönbrunn und den Marchfeldschlössern ausgelastet.
Denkbar ist laut Pröll eine Kooperation und gemeinsame Werbung mit den in Revitalisierung begriffenen Marchfeldschlössern, so dass beide touristischen Ziele die Region beleben könnten. Vor der Konzepterstellung soll laut Pechlaner geklärt werden, wie viel Investitionskosten erforderlich sind. So würden dem Safaripark derzeit u.a. Winterquartiere fehlen, einiges sei renovierungsbedürftig.
(APA)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben

