Montag, 19. Jänner 2004

Österreich: Raucher unbeeindruckt von Todeswarnungen

  • Zigarettenverkauf seit Einführung nicht rückläufig
  • PLUS: So heißen die Zigaretten nach dem neuen Gesetz

Die deutlich sichtbaren Warnungen auf den Zigarettenpackungen, dass Rauchen gefährlich bis tödlich ist, haben die Fans des blauen Dunstes offensichtlich in keiner Weise beeindruckt. Wie die Austria Tabak und auch die Trafikanten berichten, ist seit der Einführung der Packungen mit den neuen Warnhinweisen der Zigarettenverkauf nicht zurückgegangen.

Für die Trafikanten gab es in diesem Zusammenhang sogar ein unerwartetes Zusatzgeschäft: Die Nachfrage nach "Schutzhüllen", die die Warnungen abdecken - gelegentlich auch "Überzieher" oder "Tschick-Kondome" genannt - ist deutlich gestiegen.

Seit 1. Oktober vergangenen Jahres dürfen nur mehr Zigarettenpackungen produziert werden, die mit den großen - 30 Prozent der Vorder- und 40 Prozent der Rückseite - Warnaufdrucken versehen sind. "Alte" Packungen durften seither zwar noch verkauft werden, sie sind aber inzwischen weitgehend vom Markt verschwunden.

Für die Austria Tabak ist die Sache mit den deutlich vergrößerten Warnhinweisen jedenfalls klar: "Außer Kosten für uns hat es nichts gebracht", sagt der Austria Tabak-Pressesprecher, "damit hat sich bei uns bestätigt, was wir auch aus Ländern kennen, wo es solche besonders großen und zum Teil drastischen Warnhinweise schon länger gibt". Die Umstellung auf die neuen Packungen habe die Austria Tabak immerhin rund eine Mio. Euro gekostet. (apa)

19.1.2004 12:16