Klien im Interview: "Für Angst ist in der Formel 1 kein Platz"
- Klien: "Testtage sind sehr harte Tage"
- PLUS: Die Bilder des neuen Jaguar-Boliden!
·Klien im Talk
"Für Angst ist in der F 1 kein Platz"
·Neuer Renault
BILDER: Der neue Franzosen-Renner
·Klien-Porträt
Er is solo, hört Techno & isst Pasta!
·KLICKEN: Alle Infos über Christian Klien
Österreicher startet 2005 für Red Bull Racing-Team
·Bis 2006
Barrichello bleibt Schumis Kollege
·Machtwechsel
Lauda: Ferrari- Herrschaft zu Ende
·Formel 1 adé
Bald keine Rennen mehr in Europa?
·Ihre Meinung: Formel-1-Diskussion
Wird es in der nächsten Saison spannender?
Nach der Präsentation des neuen "R5" beginnt für das Formel-1-Team von Jaguar wieder der harte Testalltag. Bis zum Saisonauftakt am 7. März in Australien bleiben dem Rennstall mit dem österreichischen Piloten Christian Klien nicht einmal mehr sieben Wochen. Das Motto bei Jaguar heißt daher nicht zuletzt auf Grund eines Motorplatzers: "Testen, Testen, Testen". Den Auftakt nach rund eineinhalb Monaten Testpause bilden am drei Testtage auf dem "Circuit de Catalunya" in der Nähe von Barcelona, wo Klien und der Australier Mark Webber dem "R5" richtig auf den Zahn fühlen werden.
"Vorbereitung ist alles, jede Sekunde muss wertvoll verwendet werden", weiß Tony Burrows, der Jaguars Test-Team-Manager ist. Ein Leitsatz, der erahnen lässt, dass sich hinter dem harmlosen Wort "Testtag" jede Menge Arbeit verbirgt. "Testtage sind sehr harte Tage. Wir sitzen nicht nur im Auto und fahren schnell, sondern wir arbeiten mit den Ingenieuren zusammen und versuchen, das Auto ständig zu verbessern", erklärt Klien. Bis zu seinem Formel-1-Debüt warten auf den Hohenemser noch zwölf Testsessions und jede Menge Fitnesseinheiten.
Frühstück um halb acht
Den genauen Programmablauf an solchen Tagen beschrieb der 20-Jährige gegenüber der APA so: "Es geht um halb acht morgens mit einem Frühstück an der Rennstrecke los. Um acht Uhr folgt ein Meeting mit den Ingenieuren, wie der Tagesplan aussieht. Um neun geht es ab ins Auto, dann wird bis zwölf das Trainingsprogramm absolviert. Immer fünf, sechs Runden, dann wieder rein in die Box und beschreiben und vergleichen, ob es etwas gebracht hat."
Zwölfstündiger Arbeitstag
Nach einer kurzen Mittagspause geht das dicht gedrängte Programm um 13 Uhr munter weiter: "Von eins bis fünf sitzen wir wieder im Auto und spulen unsere Runden ab. Danach stehen das Briefing mit dem Reifenhersteller Michelin und das Briefing mit den Renningenieuren auf dem Programm - man bespricht noch einmal den ganzen Tag, wo waren die Vorteile und wo waren die Nachteile. Man schaut sich die gesamten Daten an, ehe dann gegen acht Uhr die Arbeit zu Ende ist", erläutert Klien zu seinem mehr als zwölfstündigen Arbeitstag.
Feedback von Klien exzellent
Für das Team rund um Testboss Burrows geht der Tag mit Aerodynamik-, System- und Kontroll-Briefings zumeist noch bis Mitternacht oder länger weiter - im Schnitt nur vier Stunden Schlaf pro Nacht sind für die Crew keine Seltenheit. Das Feedback der Fahrer ist dabei ganz besonders wichtig - laut Burrows eine der großen Stärken von Klien. "Trotz der bisher limitierten Zeit im Auto, ist sein Feedback exzellent. Er weiß genau, was der Wagen macht", betont Burrows.
Motorenproblem bei erster Ausfahrt
In Barcelona werden Klien und Webber - der dritte Jaguar-(Test-)Pilot steht nach wie vor noch nicht fest - vor allem Renndistanzen mit Boxenstopps simulieren. Die "R5"-Testreihe hatte am Sonntag zwar im Rahmen der Präsentation in Katalonien bei der ersten Ausfahrt von Webber mit einem Motorenproblem begonnen, davon ließ sich die Jaguar-Spitze aber nicht aus der Ruhe bringen. "Der Jaguar R5 ist genau dort, wo wir ihn haben wollen", sagt Teammanager David Pitchforth.
Kein Konstruktionsfehler
Von einem, in manchen Medienberichten vermuteten Konstruktionsfehler will man natürlich nichts wissen. "Es gibt keinen Konstruktionsfehler in unserem Auto. Wir waren bei Jaguar Racing noch nie besser vorbereitet als in diesem Jahr", stellte Jaguar-Pressemann Nav Sidhu klar.
(apa/red)
