Kitzbühel: Weltcup-Leader Benjamin Raich gibt sein Streif-Debüt
- "Respekt riesengroß - kenne die Schauergeschichten"
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Benjamin Raich ist am Montag als Weltcup-Leader und gefeierter ÖSV-Star der Stunde zum Kitzbühel-Wochenende angereist. Auf der berühmtberüchtigten Streif ist der Pitztaler aber Debütant, denn Raich wird sich am Donnerstag in der ersten der beiden geplanten Abfahrten erstmals rennmäßig über die Mausefalle wagen. Das Kribbeln ist beim 25-Jährigen, der bisher in Kitz stets am benachbarten Ganslernhang der Slalom-Artisten zu Hause war, nicht zu übersehen.
"Der Respekt ist riesengroß. Ich kenne die Schauergeschichten und es wird sicherlich auch etwas Wahres dran sein. Aber ich möchte mir mein eigenes Bild machen", fiebert Raich dem "Wochenende des Jahres" entgegen. Dass das erste Training am Dienstag dem Schneefall zum Opfer gefallen ist, sieht Raich natürlich als Handicap: "Für einen Neuling ein Nachteil, denn man wird von Training zu Training besser und schneller. Aber ich werde mir alles so gut wie möglich einprägen."
"Sehe mich als Außenseiter"
Mit den immer wieder kehrenden Fragen zu seiner Führung im Gesamt-Weltcup geht Raich auf seine ganz spezielle Art und Weise um. "Ich beantworte sie artig, vergesse sie aber gleich darauf wieder." Sein Statement zur Lage im Kampf um die Große Kristallkugel? "Der Weltcup ist seit Jahren ein Ziel von mir. Aber ich sehe mich als Außenseiter. Die großen Favoriten heißen Kjus, Maier und Eberharter."
Bei Fans hoch im Kurs
Der Rummel um den sympathischen und bodenständigen Tiroler wird vor allem in Kitzbühel von Stunde zu Stunde stärker, Raich steht bei den schön langsam eintrudelnden Fans besonders jetzt enorm hoch im Kurs. "Ich muss nicht im Mittelpunkt stehen. Aber ich fahre Ski, um Erfolg zu haben. Und wenn ich dann durch diese Erfolge im Mittelpunkt stehe, dann taugt mir das schon", erklärte Raich, der im laufenden Winter bisher den Riesentorlauf von Flachau und den Slalom von Wengen für sich entschieden hat.
Schauergeschichten nicht ernst nehmen
Trainingskollege Hermann Maier traut Raich auf der Streif einiges zu: "Ich erwarte mir viel von ihm." Die berühmten Schauergeschichten soll Benni laut Hermann nicht allzu ernst nehmen: "Man muss g'schneidig runterfahren, dann ist es am leichtesten. Und im Ziel denkt man sich dann: so schlimm war es ja gar nicht." Den verschneiten Dienstag haben Raich und seine Trainingskollegen Christoph Gruber und Michael Walchhofer sowie WC4-Konditions-Coach Christian Höflehner übrigens am Vormittag mit einer Volleyball-Partie und am Nachmittag auf dem Ergometer verbracht.
(apa/red)
