Schwartz vor Comeback-Tour: "Durststrecke scheint überwunden"
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Nach mehr als einjähriger Zwangpause kann Barbara Schwartz endlich wieder auf die Tennis-Tour zurückkehren. Die Niederösterreicherin, die zuletzt bei den Australian Open 2003 auf der WTA-Tour im Einsatz gewesen war, kämpft ab 2. Februar bei dem mit 75.000 Dollar dotierten Turnier in St. Ulrich erstmals wieder um Punkte für die Weltrangliste.
"Die Durststrecke scheint überwunden", glaubt Schwartz, die in Südtirol dank einer Wild Card im Hauptbewerb steht und dann Starts in Indien, Kolumbien und Mexiko sowie später bei dem mit 170.000 Dollar dotierten Wien Energie-Grand Prix (5.-12.6.) auf der Hohen Warte eingeplant hat.
Insgesamt sechs Operationen
Die frühere Nummer 40 im WTA-Ranking, die nach ihrem langen Leidensweg (insgesamt sechs Operationen am Ellenbogen bzw. am Gelenk der linken Schlaghand) in keiner Rangliste mehr aufscheint, kann derzeit mit einem Spezial-Ranking als Nummer 105 acht Turniere bestreiten. "Ich möchte bald wieder darunter sein", sagte Schwartz am Donnerstagabend in Wien, bevor sie noch zu einem einwöchigen Abschlusstraining nach Deutschland aufbrach.
Weiter Weg zur Topform
Das Testmatch bei der telering-Trophy im Dezember in St. Anton gegen Patty Schnyder sowie die jüngsten Trainingsleistungen machen ihr Mut, doch ist sie sich darüber im Klaren, dass es bis zum Erreichen der früheren Topform noch ein weiter Weg ist. "Das ist jetzt meine letzte Chance, doch es wird noch eine Weile dauern, bis sich die alten Erfolge wieder einstellen. Ich arbeite aber hart daran, wichtig sind viele Matches", sagt Babsi, die am 27. Jänner ihren 25. Geburtstag feiert.
Olympische Spiele sind ein "Traum"
Eine Einberufung ins Fed Cup-Team im April gegen die Slowakei (24./25.4.) wäre aus ihrer Sicht "toll" und die Teilnahme an den Olympischen Spielen ein "Traum". Das konkrete Ziel bis zum Jahresende lautet: "Etablieren unter den Top 70/80".
Loch im Damentennis
"Es wird nicht lange dauern, bis ihre alten Erfolge wieder da sind", glaubt ÖTV-Trainer Peter Eipeldauer, der derzeit mit Daniela Kix (NÖ) sowie den Steirerinnen Verena Amesbauer und Kathrin Glatz drei ÖTV-Talente unter seinen Fittichen hat. Es wäre zu wünschen, dass Schwartz bald wieder zu ihrer früheren Topform zurückfindet. Denn im Augenblick sieht es im heimischen Damentennis angesichts des massiven Rückfalls von Barbara Schett nicht sehr rosig aus. Eipeldauer: "Wir haben derzeit ein mörderisches Loch. Wir brauchen drei, vier Jahre, bis wir wieder Leute haben, die Top sind."
(apa/red)
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