Sonntag, 25. Jänner 2004

Hofbauer-Buch: Fischer-Anwälte prüfen Klage

  • Noch keine Entscheidung - Skandal-Autor versucht, SP-Kandidat in schlechtes Licht zu rücken

Der Zweite Nationalratspräsident Heinz Fischer hat noch nicht entschieden, ob er Klage wegen des gegen ihn gerichteten "Skandalbuchs" von Ernst Hofbauer erheben will. Wie Fischer-Sprecher Bruno Aigner auf Anfrage der APA mitteilte, prüfe derzeit ein Anwalt, ob einzelne Passagen eingeklagt werden.

In einem Interview im neuen Nachrichtenmagazins NEWS nahm SP-Präsidentschaftskandidat Heinz Fischer erstmals zu einem mit Angriffen auf ihn gespickten Buch Stellung. Grundsätzlich neigt der Präsidentschaftskandidat der Sozialdemokraten nicht zu Klagen. Fischer sei noch nie vor Gericht gezogen, berichtet Aigner.

Fischer selbst hatte sich zuletzt im "News" gelassen zu dem Hofbauer-Werk "Der Mann im Schatten" geäußert: "Dieser Herr Hofbauer wird ja nicht ernst genommen". Er werde sich mit dem Pamphlet eines einschlägig vor Gericht wegen Verleumdung verurteilten Autors nicht auseinander setzen.

"Das ist unter einem Niveau, das nicht zu unterschreiten mir ganz wichtig ist". "Interessant" ist für den SP-Kandidaten, dass Hofbauer ein Ex-Mitarbeiter der ÖVP ist "und dass er gemeinsam mit Wolfgang Schüssel 1984 ein Buch zur 'Schattenwirtschaft in Österreich' herausgegeben hat".
(apa, red)

25.1.2004 09:19