Montag, 19. Jänner 2004

Jetzt fix: Kein grüner Präsidentschafts-Kandidat!

  • Van der Bellen: "Priorität auf Landtagswahlen & EU-Wahl"
  • SP-VP-Abkommen: Wahlkampf startet am 7. März! Kosten: Max. 4 Millionen €!

Der Grüne Bundesvorstand hat sich am Dienstag einstimmig gegen die Nominierung eines grünen Präsidentschafts-Kandidaten ausgesprochen. Das gab Parteichef Alexander Van der Bellen bekannt. Eine Empfehlung zu Gunsten der Kandidaten Heinz Fischer oder Benita Ferrero-Waldner wird es nicht geben.

Die Grünen wollen beide zu einem Hearing laden, um sie auf ihre Standpunkte "abzuklopfen", sagte Van der Bellen. Eingerichtet werde auch ein Grünes Wahlkomitee, das Fragen an die beiden Kandidaten sammeln soll.

Man wolle "klare Prioritäten setzen" und sich auf die Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg sowie auf die Wahlen zum EU-Parlament konzentrieren. Außerdem würde ein Wahlkampf "erhebliche Kosten" verursachen, die Siegchancen seien auf der anderen Seite "sehr sehr klein", begründete Van der Bellen. Er gestand aber ein, dass für viele Grün-Wähler eine dritte Alternative wünschenswert gewesen wäre. Die Kontra-Argumente hätten aber letztendlich überwogen.

Grüne wollen Kandidaten "befragen"
Öllinger gab bereits vor dem Parteivorstand die künftige Linie vor: "Wir werden uns nicht aus dem Wahlkampf verabschieden und bis zum Schluss die Kandidaten fordern." Van der Bellen hatte in der Vergangenheit bereits angedeutet, dass man die beiden Kandidaten Ferrero-Waldner (ÖVP) und Fischer (SPÖ) in einer Art Hearing zu Grünen Anliegen und Themen befragen wolle. (APA/red)

19.1.2004 22:21