"Neue Waffen": Hamas droht Israel mit Gewalt
- Ende des Widerstandes erst nach vollständigem Rückzug
Die radikale Palästinenser-Organisation Hamas hat Israel mit dem Einsatz "neuer Waffen" gedroht. Bis zum Abzug der israelischen Truppen aus den besetzten Gebieten sei seine Bewegung zu keiner neuen Waffenruhe bereit, sagte ein Hamas-Sprecher dem "Guardian". Er kündigte den Einsatz "neuer Widerstandsmethoden" auch für den Fall an, dass Israel alle Palästinensergebiete mit Mauern umschließe.
Die radikalen Palästinensergruppen hatten Ende Juni vergangenen Jahres einen Waffenstillstand gegenüber Israel verkündet, der von Ägypten vermittelt worden war. Am 19. August wurden bei einem Selbstmordanschlag in Jerusalem auf einen Bus 24 Menschen getötet. Israel antwortete mit Vergeltungsschlägen, bei denen Dutzende Palästinenser starben. Die radikalen Gruppen kündigten den Waffenstillstand auf, nachdem die israelische Armee Hamas-Führer gezielt getötet hatte.
Israels Generalstabschef Moshe Yaalon hatte Hamas-Gründer Scheich Ahmed Yassin als "Zielscheibe einer Liquidierungsaktion" bezeichnet. Im israelischen Fernsehen sagte der General am vergangenen Montag, die Armee unterscheide nicht zwischen politischer und militärischer Führung der Hamas. "Die Frage der Legitimität einer solchen Operation liegt hinter uns. Es geht ausschließlich um Opportunität und um unsere Interessen", betonte Yaalon. (APA)
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