Berlusconi bestätigt: Italiens Regierung wird umgebildet
- Rechte Alleanza Nazionale soll mehr Gewicht bekommen
- Berlusconi abgemagert: "Habe mich einer Diät unterzogen"
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Italien: Berlusconi will Vorverlegung
Der italienische Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat Gerüchte über eine baldige Umbildung seiner seit Juni 2001 amtierenden Mitte-Rechts-Regierung bestätigt. "Man kann die Regierungsmannschaft optimieren, dabei jedoch die Prioritäten des Programms klar im Auge haben", meinte der Ministerpräsident, der sich am Donnerstagabend nach einem Monat wieder in der Öffentlichkeit gezeigt hat.
Nach einem Abendessen mit dem spanischen Premierminister Aznar erklärte Berlusconi, dass sich nach zweieinhalb Jahren Amtszeit vieles geändert habe. "Wir müssen eine neue Prioritätsliste für das Regierungsprogramm verfassen", meinte Berlusconi, der in den vergangenen Tagen Konsultationen mit seinen Koalitionsverbündeten in die Wege geleitet hatte, um interne Spannungen um die Föderalisierungspläne der Regierung zu kalmieren.
Mediengerüchten zufolge will Berlusconi mit der Regierungsumbildung der rechten Alleanza Nazionale (AN) - zweitstärkste Regierungspartei - mehr Gewicht in der Koalition sichern. Die AN unter der Leitung von Parteichef und Vizepremier Gianfranco Fini beansprucht eine stärkere Rolle in der Koalition auf Kosten der rechtspopulistischen Lega Nord, der drittstärksten Gruppierung im Mitte-Rechts-Bündnis.
Der öffentliche Auftritt Berlusconis brachte Gerüchte zum Schweigen, nach denen die Gesundheit des Ministerpräsidenten angeschlagen sei. "Ich bin nicht verschwunden, es gibt keine Geheimnisse", sagte ein sichtbar abgemagerter Berlusconi im Gespräch mit Journalisten. "Ich habe mich einer Diät unterzogen. Nach den Strapazen der EU-Ratspräsidentschaft, die schrecklich waren, habe ich mich ein wenig um mich selbst gekümmert. Ich brauche Kraft für die neuen Kämpfe, die man zur Erneuerung Italiens führen muss".
(apa)
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