Dienstag, 20. Jänner 2004

Tschetschenien: Russische Armee tötet 15 Rebellen

  • Gruppe soll zahlreiche Menschen entführt und ermordet haben
  • Polizei: Mehrere Anschläge tschetschenischer Attentätet geklärt

Russische Sicherheitskräfte haben nach eigenen Angaben in Tschetschenien 15 Rebellen getötet. Die Gruppe sei bei Kämpfen südwestlich von Grosny aufgerieben worden, teilte ein Sprecher der russischen Truppen in Tschetschenien am Dienstag mit.

Die Rebellengruppe soll, getarnt mit falschen Armee- und Polizeiausweisen, zahlreiche Menschen entführt und ermordet haben. Der getötete Kommandant der Gruppe, Abuwalid Astamirow, sei des Mordes in 35 Fällen und zahlreicher Terrorakte verdächtig gewesen, sagte der Sprecher.

Die Polizei in Moskau teilte mit, sie habe mehrere Anschläge von tschetschenischen Selbstmordattentätern vom vergangenen Jahr aufgeklärt. Ein Sprecher nannte den Bombenanschlag auf ein Rockkonzert in Moskau mit etwa 15 Toten vom Juli 2003 sowie zwei Anschläge in der Stadt Mosdok mit zusammen mehr als 70 Toten. Mehrere der Drahtzieher seien gefasst worden und sollen vor Gericht gebracht werden. (apa)

20.1.2004 15:16