US-Justiz-Minister Ashcroft verteidigt den Irak-Krieg
- PLUS: Strasser beruhigt - Österreich "nicht erstes Terror-Ziel"
Ashcroft zeigte sich bei seinem Besuch in Wien am Montag von den Zweifeln, ob der Irak vor dem Krieg überhaupt noch Massenvernichtungswaffen besessen hat, unbeeindruckt. Ex-Diktator Saddam Hussein habe wiederholt solche Waffen eingesetzt, der Krieg sei daher gerechtfertigt gewesen, sagte Ashcroft.
"Wir haben klare Beweise dafür, dass Saddam Hussein im Lauf der Jahre chemische und biologische Massenvernichtungswaffen gegen seine eigene Bevölkerung eingesetzt hat", erklärte Ashcroft. Zeugenaussagen belegten weiters, dass der ehemalige irakische Machthaber bereit gewesen sei, solche Waffen auch künftig einzusetzen und damit eine Bedrohung geblieben wäre. US-Außenminister Powell hatte am Samstag als erstes Mitglied der Bush-Administration Zweifel an der Existenz von irakischen Massenvernichtungswaffen geäußert.
Ashcroft besucht Österreich auf Einladung von Innenminister Strasser zu Unterredungen über die Zusammenarbeit in der Terrorbekämpfung. Er ist der erste US-Minister seit der Reagan-Ära, der für bilaterale Gespräche nach Österreich kommt. Weitere Themen sind der Kampf gegen den Drogenhandel sowie die Erfassung biometrischer Personendaten bei der Einreise in die USA.
Der vom Weltwirtschaftsforum im Schweizer Davos kommende Ashcroft wurde bereits am Sonntagabend am Flughafen Wien-Schwechat von Strasser willkommen geheißen.
(apa)
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