Studie belegt: Österreichs Kinder wollen mehr Beachtung
- Jedes zehnte Kind fühlt sich schlechter behandlet als ein Hund
- Kinder wollen mehr Zeit mit ihren Vätern verbringen
Jedes zehnte Kind in Österreich fühlt sich schlechter behandelt als ein Hund. Dies ist ein Ergebnis einer Studie im Auftrag der Kinderfreunde. Rund 40 Prozent der Kinder fühlen sich bei ihren Eltern "herzlich willkommen", 36,7 Prozent meinten, dass auf sie Rücksicht genommen werde. Die Antworten bei der Befragung waren vorgegeben.
Österreichs Kinder wünschen sich zudem mehr Zeit mit ihren Vätern. Das gaben 22,5 Prozent von über 1.000 befragten Kids an. Vor allem die Mädchen wollen, dass der Vater weniger arbeitet. Die Vaterrolle scheint dabei nach wie vor klassisch zu sein. Der Mann ernährt die Familie und verrichtet handwerkliche Arbeiten. Kochen und Kuscheln sind eher Aufgaben der Mütter.
Laut den Kinderfreunden verhindern die Wirtschaftsstrukturen und Angst um den Arbeitsplatz eine Ausgeglichenheit zwischen Arbeit und Privatem. Auf Grund beruflicher Belastungen schaffen es die meisten Männer nur bis zum Spiel- und Freizeitgefährten, obwohl sie immer mehr eine aktive Rolle im Leben ihrer Kinder einnehmen wollen.
Der Leistungsdruck der Familienoberhäupter dürfte sich auch auf die Kinder niedergeschlagen haben. Fast ein Viertel der Fünf- bis 17- Jährigen haben Angst vor schlechten Noten, erklärte Studienautorin Daniela Pruner. 26 Prozent haben sich als Neujahrsvorsatz vorgenommen, mehr zu lernen. 12,3 Prozent haben Angst später keine Arbeit zu finden. (apa)
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