Bergung der AUA-Maschine bei München hat begonnen
- Maschine wird zerlegt und in die Niederlande gebracht
- Aktion wird mehrere Tage dauern
Zwei Wochen nach der Notlandung einer AUA-Maschine in Erding bei München hat am Mittwoch die Bergung der Fokker 70 begonnen. Laut dem Sprecher der Austrian Airlines, Johann Jurceka, ist bereits ein Kran an Ort und Stelle, der das demontierte Flugzeug von dem Feld heben wird. "Die Arbeiten werden mehrere Tage in Anspruch nehmen", sagte Jurceka.
Für die Bergung müssen zuerst die beiden Triebwerke, das Heckleitwerk und dann die Tragflächen abgenommen werden, um diese Einzelteile und den Flugzeugrumpf auf insgesamt sieben Tiefladern zu befördern. Diese werden dann zum Fokker-Hersteller Stork in die Niederlanden gebracht. Das Gelände, wo die Maschine notgelandet war, wurde mit Stahlplatten verstärkt, damit der Kran auf dem aufgeweichten Boden zum Flugzeug kommt.
Derzeit sei das Wetter in Bayern günstig für die Demontage, meinte Jurceka. Wegen des schlechten Wetters musste der Abtransport in den vergangenen Tagen immer wieder verschoben werden. Die Demontagearbeiten erfordern laut AUA Tageslicht und einigermaßen stabile Witterungsverhältnisse.
Die Triebwerke der AUA-Fokker hatten am 5. Jänner in einer Höhe von 4.000 Metern plötzlich rapide an Leistung verloren. Der Pilot legte daraufhin mit dem Flugzeug auf dem Acker eine Bauchlandung hin. Bei dem Manöver wurde niemand ernstlich verletzt.
Erste Tests ergaben, dass an beiden Triebwerken der notgelandeten AUA-Maschine der Eisschutz herausgebrochen war. Diese Vorrichtung war bei folgenden Checks bei acht von insgesamt neun Fokker der Austrian Airlines beanstandet worden, worauf vom niederländischen Fokker-Eigentümer Stork weltweit Überprüfungen der Flotte (320 Maschinen) bezüglich der so genannten Ice Impact Trays empfohlen wurden.
Bei der AUA stehen seit vergangener Woche wieder alle Fokker 70 im Flugeinsatz. Erst für Mitte Februar wird ein Ergebnis der Untersuchung der deutschen Flugunfallkommission zum Unfallhergang erwartet. (apa)
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