Freitag, 16. Jänner 2004

AUA kauft Jets und geht nach Bratislava!

  • PLUS: Welche Airlines noch auf den neuen Flughafen "fliegen"...

Die AUA macht Ernst in Bratislava. Ende der Woche präsentiert sie in der Slowakei ihr künftiges Programm: ab 1. Mai Flüge von Bratislava nach London, Berlin und Brüssel....

Auch der Plan einer Beteiligung am dortigen Flughafen wird forciert, wie AUA-Marketingvorstand Josef Burger erklärt: "Wir wollen das slowakische Luftfahrtsystem aktiv entwickeln und werden am Privatisierungsprozess teilnehmen. Für uns ist auch wichtig, eine Alternative zum Airport Wien zu haben."

An der Heimatfront plagt die AUA-Gruppe noch immer der Fall des nahe München auf einem Acker notgelandeten Austrian-Jets der Marke Fokker. Der Vorstand beteuert, dass die Sparprogramme der letzten Jahre nie die Sicherheit betrafen. "An unseren über 150 Millionen Euro Wartungskosten pro Jahr hat sich nichts geändert", betont Sprecher Johannes Davoras. Zudem verweist die Austrian auf das im internationalen Vergleich mit 5,5 Jahren sehr geringe Durchschnittsalter ihrer Flotte.

2004 schafft die AUA drei neue Airbus A 319 und einen Regionaljet an. Zwischen 2005 und 2007 kommen weitere neun Flieger. Investition: pro Jahr knapp über 100 Millionen Euro.

Darüber, was der Fokker-Unfall die AUA insgesamt kostet, gibt es noch keine Aufstellung. Die Summe wird aber zu verkraften sein. Denn der schwache Dollar brachte der Austrian 2003 rund 120 Millionen Euro für ihr Ergebnis.

(Aus FORMAT 3/2004)

16.1.2004 09:19