Donnerstag, 15. Jänner 2004

Die schönsten Plätze Griechenlands!

  • Von Rhodos bis Kos. Griechenlands östliche Insel bieten einsame Strände und heiße Szenentreffs.

Dodekanes - von Rhodos bis Kos. Griechenlands östliche Inseln bieten einsame Strände, aber auch heiße Szenetreffs -je nach Eiland...

Es ist das Land der Gegensätze. Dodekànissa oder wörtlich übersetzt "Zwölf Inseln" nennen die Griechen ihre östlichsten Eilande der Ägäis - von Patmos im Norden bis Kassos im Süden. Hier, wo selbst im mediterranen Sommer angenehme Winde stets für ein gemäßigtes Klima sorgen, bietet die hellenistische Vielfalt eine Wunderwelt, die keine Wünsche offen lässt.

Einsame Eilande & Szenetreffs
Symi und Kalymnos, die Inseln der Fischer und Schwammtaucher, werden vor allem von Ruhe suchenden Reisenden bevorzugt. Einsame Strände und kleine Tavernen, in denen zu Sirtaki-Klängen der morgendliche Fang kredenzt wird, erinnern an die Zeiten von Alexis Sorbas.

Nordwestlich von Symi, auf der Insel Kos, weicht der hellenistische Charme schon eher modernen Pauschalangeboten. Bis zu 60.000 Touristen tummeln sich im Sommer gleichzeitig auf dem 290 Quadratkilometer großen Eiland. Im Gegensatz zu Rhodos, dem Zentrum des Dodekanes, kann das aber noch vergleichsweise dünn besiedelt wirken.

Insel mit vielen Gesichtern
Auf Rhodos finden sich die dodekanischen Gegensätze freilich auch auf einer einzigen Insel. Wer will, kann sich im nördlichen Teil rund um Rhodos Stadt und Faliraki drei Urlaubswochen lang zwischen Hotel, Strand und Diskothek bewegen, ohne das Gefühl zu haben, sich in Griechenland aufzuhalten. Aber auch das Gegenteil ist möglich: Man kann von Dorf zu Dorf, von Kloster zu Kloster wandern oder radeln und dabei fast vergessen, dass Rhodos nach Kreta die bedeutendste Urlaubsinsel der Ägäis ist.

Entlang der gesamten Ostküste südlich von Faliraki bis hinunter nach Gennádi liegen die schönsten Strände der Insel. Einige Buchten, wie die von Tsambika, sind noch völlig unverbaut. An den Stränden von Kolimbia dagegen ist eine neue Hotelstadt aus dem Boden gewachsen.

Weiter im Süden liegt das touristische Zentrum um die Stadt Lindos. Hier trübt kein Neubau das Ortsbild mit seinen engen, von weiß gekalkten Häusern begrenzten Gassen. Etwas außerhalb, in Orten wie Kattavia und Apolakkiá, stößt man sogar noch auf traditionelle griechische Lebensart. Und: Am Strand von Prassonissi liegt man an einem ausgedehnten Sandstrand oft sogar ganz allein in der Sonne.

Patmos - die heilige Insel
Wer sich dem Sommertrubel völlig entziehen will, sollte auf die nördlichste Insel des Dodekanes reisen. Auf Patmos, das man am besten per Schiff von Piräus aus erreicht, sorgen nur Grillen für angenehme Schlafbegleitung. Kein Wunder, gehören doch große Teile der Insel den Mönchen des jahrhundertealten Johannesklosters. Diskos und Bars gibt es zwar, doch deren Musik darf per Gesetz von außen nicht zu hören sein. Und so sind es nicht die eher schwer erreichbaren Strände, die Touristen nach Patmos locken, sondern das Kloster selbst, mit einer Bibliothek, die zu den reichsten der Welt zählt.

Aber keine Angst: Sollte die religiöse Stimmung schließlich doch zu Schwermut führen - Faliraki ist in fünf Bootsstunden erreicht.

(Aus NEWS 3/2004)

15.1.2004 10:46