Mittwoch, 14. Jänner 2004

Fendrich vs. Fendrich: Wohin führt der Hass?

  • Er tobt, sie schweigt. Alle leiden: auch Söhne & Eltern.

DER ROSENKRIEG ... Nervenzusammenbrüche, Schmutzwäsche, Schuldzuweisungen. Am 17. Februar ist die Causa Fendrich vor Gericht.
... KENNT KEINE SIEGER. Ganz Österreich diskutiert, ob die Scheidungsschlacht nicht längst zu weit geht. Und fragt sich: Was treibt Rainhard Fendrich an?

Es war eine ereignisreiche Woche, die NEWS in der Vorwoche per Coverstory angebahnt hatte. „Jetzt wird’s brutal“, prophezeiten wir. Und so kam es dann leider auch, mochten auch „Standard“ und „profil“ das Vorkommnis ins noble Leitartikelformat gehoben haben. Im Fortissimo donnerte der sonst gehörgängige Komponist nach Unterhosen-Jahrhunderthirsch-Attacken gegen seine Exfrau in spe erstmals auch gegen seinen Ältesten Lucas, 18, los: „Ich erwarte mir ein Ausbildungskonzept von ihm. Denn ich habe nicht vor, einen Erwachsenen zu erhalten, der lang schläft, ein bissl Golf spielt und dann ins Studio geht, um ein bissl zu komponieren. Das ‚Prinz von Zamunda‘-Leben muss ein Ende haben.“

„Zucker in den Oasch blasen.“ Bei Claudia Stöckls „Frühstück bei mir“ würzte er die von ihm höchstselbst gebratene Eierspeis noch kräftig nach: „Kein Wunder, dass mein Sohn glaubt, dass er der Größte ist, wenn es ihm die Mutter einredet. Ich habe aber nicht vor – um es auf gut Wienerisch zu sagen –, meinen Kindern weiter den Zucker in den Oasch zu blasen.“ Damit hatte Fendrich nicht nur einen bedenklichen Nebenschauplatz des Rosenkriegs eröffnet, sondern auch eine fulminante Interview-Tournee abgeschlossen. Gleich in drei Teilen (plus Wiederholungs-Special zur Primetime!) ließ er sich von Spezl und ATV-Interviewer Dieter Chmelar am Küchentisch seiner Finca auf Mallorca vorführen. Seine aggressive Abrechnung brachte gleich zum Debüt Topquoten um die 100.000 Seher.

Dramaturgisch geschickt verrührte er NEWS- und „Bild“-bewährte Pointen (Unterhosen, Dachboden-Exil, Tennislehrer & Skilehrer) mit Neuem: „Ich muss mich nicht nur scheiden lassen. Ich muss mich von einer Krankheit befreien. Ich war total verbrunzt in diese Frau, bis ich in ihrem Tagebuch lesen musste, dass ich eine Fehlbesetzung bin in ihrem Leben. Am meisten hat mich da getroffen, dass ich da drin nämlich gar nimmer vorgekommen bin.“

Nervenzusammenbrüche en suite. Ein Interview, das nicht nur ihn selbst in Großaufnahme zu Tränen rührte, sondern auch die Nebendarsteller seines Lebens: Am Tag des NEWS-Erscheinens brach Gattin Andrea schluchzend am Telefon zusammen.

Die Mama weint auf Sendung. Am Freitag folgte ihr Mutter Hermine Sator, die sich live in die Mittagssendung von Karin Resetarits auf „Krone.Hit“ schalten ließ. Die alte Dame mit brechender Stimme: „Meine Tochter hat ihn nie betrogen. Die Unterhosen stammen von meinem Mann, weil wir öfter in dem Haus übernachtet haben, um auf die Kinder aufzupassen. Ich hab erleben müssen, wie das Kind gestorben ist. Dieser Mann fährt auf die Malediven und wollte das kleine Kind nicht mitnehmen, weil es ihm im Weg war. Deswegen ist das Kind bei mir gestorben. Und ein solcher Mann traut sich jetzt solche Lügen zu verbreiten – ich bin fassungslos. Mein Schwiegersohn ist ein notorischer Lügner!“ Hermine Sator bekam nach dem Auftritt von der Tochter, die ihr Schweigegelübde weiter eisern durchhält, Telefon- und Interview-Verbot. Moderatorin Karin Resetarits erlitt ihrerseits ebenfalls einen Nervenzusammenbruch, der sofort von einem ATV+-Team gekonnt aufbereitet wurde.

Der Interviewerin kamen die Tränen: „Entschuldigung, ich bin so nah am Wasser gebaut. Aber diese ganze Geschichte wird mir einfach zu viel. Da bin ich froh, dass ich eigentlich Kulturjournalistin gelernt habe und nicht Societyreporterin!“

Die ganze Story lesen Sie im neuen NEWS
PLUS: Angriffe auf Sohn Lucas & Nervenzusammenbrüche
PLUS: Was Prominente über Rainhard Fendrichs öffentliche Abrechnung denken
PLUS: Was treibt Rainhard in die öffentliche Schlacht?
PLUS: Markus Spiegel über die Lage in Fendrichs Causa
PLUS: Die Neue in seinem Leben
PLUS: Wenn aus Liebe Hass wird: Schmutzige Scheidungen
PLUS: Das Exklusiv-Interview mit Lucas Fendrich

14.1.2004 15:12