Donnerstag, 15. Jänner 2004

Nach Prozess: Jacko feierte mit Fans auf "Neverland"

  • Richter tadelt Jackson für Verspätung - Jacko bekannte sich "nicht schuldig"
  • PLUS DIASHOW: Razzia, Haftbefehl & dann Verhaftung!

Michael Jackson hat nach seinem ersten Auftritt vor Gericht im Verfahren wegen angeblichen Kindesmissbrauchs mit Hunderten von Fans gefeiert. Der Popstar lud Anhänger und Schaulustige am Freitagnachmittag zu einer Party auf seiner Neverland-Ranch ein. Vor dem Anwesen staute sich der Verkehr auf mehreren Kilometern. Vor Gericht hatte der Popstar am Freitag seine Unschuld beteuert.

"Nicht schuldig", sagte der 45-Jährige mit leiser Stimme, als der Richter ihn aufforderte, zur Anklage Stellung zu nehmen. Hunderte Fans bekundeten vor dem Gerichtsgebäude in der kalifornischen Kleinstadt Santa Maria lautstark ihre Unterstützung für Jackson. Für seine verspätete Ankunft im Gerichtssaal musste Jackson zunächst eine richterliche Standpauke über sich ergehen lassen.

"Mr. Jackson, Sie haben das auf dem falschen Fuß begonnen", rügte der Richter Rodney Melville die rund 20-minütige Verspätung des Pop-Stars. "Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass ich so etwas nicht hinnehmen werde. Das ist eine Beleidigung des Gerichtes. Ich erwarte, dass Sie bei den nächsten Gerichtsterminen pünktlich sind."

Nächster Termin: 13. Februar
Richter Melville setzte den nächsten Gerichtstermin, bei dem es um eine detaillierte Anhörung des Falls vor der Eröffnung des Hauptverfahren geht, auf den 13. Februar fest. Melville rügte, dass Jackson mit fast 20-minütiger Verspätung erschienen war. Jackson hatte nach seiner verspäteten Ankunft einigen Fans noch die Hände zur Begrüßung gereicht und mit gespreizten Fingern das Victory-Zeichen gezeigt.

Die Eltern und Geschwister des Stars, unter ihnen Jermaine und Janet Jackson, waren ebenfalls erschienen. Für Multimillionär Jackson, der einst zu den erfolgreichsten Pop-Stars der Welt gehörte und dessen Alben rund 165 Millionen Mal verkauft wurden, steht viel auf dem Spiel. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 45-jährigen vor, im Februar und März vergangenen Jahres einen damals 13-jährigen Burschen sieben Mal sexuell missbraucht zu haben. In zwei Fällen soll er das Kind unter Alkohol gesetzt haben. Bei einer Verurteilung drohen dem Pop-Star mehr als 20 Jahre Haft und damit das Ende seiner Künstlerkarriere.

Jacksons Anwalt Mark Geragos hatte kurz vor dem Gerichtstermin, der nur der Auftakt für ein vermutlich Monate langes Verfahren ist, im Namen seines Mandanten alle Vorwürfe des Kindesmissbrauchs zurückgewiesen. Jacksons Erscheinen wurde von einem massiven Sicherheitsaufgebot und einem Medienauftrieb begleitet. (APA/red)

15.1.2004 16:58

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