Montag, 12. Jänner 2004

Jackson: Freitag beginnt Kindesmissbrauchs-Prozess!

  • FBI vor Ort: Der Prozess könnte Terrorziel sein
  • Fans & Freunde halten zu Michael Jackon

Wenn am 16. Jänner der Kindesmissbrauchs-Prozess gegen Popsänger Michael Jackson (45) eröffnet wird, herrscht im kalifornischen County Santa Barbara höchster Sicherheitsalarm! Das FBI wird Berichten zufolge in großer Truppenstärke anrücken, da befürchtet wird, das "Event" könnte ein attraktives Terrorziel sein. Unterdessen rüsten sich auch die Jackson-Fans für den Freitag: Sie wollen Kundgebungen abhalten. Eigens gecharterte Busse bringen die Jackson-Unterstützer nach Santa Maria, wo der Prozess stattfindet. Die Manager von Jackson sind optimistisch, auch was die Finanzen des Popstars betrifft....

Vier Tage vor der ersten gerichtlichen Anhörung Michael Jacksons hat sich dessen Musikmanager optimistisch über die Finanzlage des unter Druck stehenden Popstars gezeigt. Die Finanzen seines Klienten seien "ganz in Ordnung", sagte Charles Koppelman nach US-Medienberichten am Montag (Ortszeit). Zuvor hatten sich mehrere Banker und Manager des wegen Kindesmissbrauchs angeklagten Pop-Stars in Beverly Hills zu einem "Kassensturz" getroffen.

Mehrstündiges Treffen
An dem mehrstündigen Treffen in einem vornehmen Hotel nahmen neben Jackson-Anwalt Mark Geragos eine Reihe Finanzberater, Manager und Vertreter der radikal-islamischen Organisation "Nation of Islam" teil, die Jackson als Sicherheitsdienst dienen soll. Den Berichten zufolge wollten sie klären, wie der Star den vermutlich Millionen von Dollar teuren Prozess finanziell durchstehen kann. Angesichts der enttäuschenden Verkaufszahlen auch seines jüngsten Greatest-Hits-Albums "Number Ones" halten sich Gerüchte, dass Jackson in finanziellen Schwierigkeiten steckt.


Anklage: 7 Mal sexueller Missbrauch
Jackson befindet sich gegen eine Kaution von drei Millionen Dollar (2,34 Mill. Euro) auf freiem Fuß. Der 45-jährige Sänger muss sich am Freitag erstmals vor einem Richter zu dem Vorwurf der Anklage äußern, er habe im Frühjahr des vergangenen Jahres einen damals 13-Jährigen sieben Mal sexuell missbraucht. Dem 45-Jährigen sollen an diesem Tag die neun Anklagepunkte verlesen werden, und er will mit "nicht schuldig" antworten. Doch jedes Detail im Auftreten des Sängers, von der Kleidung bis zur Gestik, wird von der Öffentlichkeit gierig verschlungen werden.

Familie ruft zur Solidarität auf
Jacksons Familie hatte dessen Fans zu einer Protestkundgebung am Rande der Anhörung aufgerufen. Freunde des Musikers aus allen Teilen der USA "und aus aller Welt" würden zu dem Gerichtstermin am kommenden Freitag in Santa Maria (Kalifornien) anreisen, um Solidarität mit dem Star zu bekunden, erklärte Jacksons Bruder Jermaine am Montag. "Mein Bruder ist eintausend Prozent schuldlos", sagte Jermaine Jackson bei einer Pressekonferenz am Familiensitz in Encino (Kalifornien). (red, APA)

12.1.2004 11:45

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