Samstag, 17. Jänner 2004

EU-Erweiterung: Für Fischler neue Handelschancen

  • eue Mitgliedsstaaten dürfen sich gegenüber anderen osteuropäischen Staaten nicht abschotten

Die in Kürze auf 25 Länder erweiterte EU wird sich nach Angaben von EU-Agrarkommissar Fischler nicht gegenüber den anderen osteuropäischen Staaten abschotten. "Es sollte im Interesse beider sein, der erweiterten EU wie ihrer neuen Nachbarn, die grenzüberschreitenden Handels- und Investitionsströme durch eine vermehrte Zusammenarbeit zu verstärken", so Fischler.

Der Handel mit den zehn Beitrittsländern sei zwischen 1999 und 2002 um 68 Milliarden Euro gestiegen. Dies bedeute aber nicht, dass die östlichen Partner von den neuen Märkten nun ausgeschlossen würden. Denn die neuen Nachbarn würden immer wichtigere Partner. Für die neuen Nachbarn sei es auch kein Nachteil, dass die EU mit 450 Millionen Verbrauchern zum größten Binnenmarkt der Welt aufsteige.

Dies werde sich für die neu an die EU angrenzenden Staaten zum Vorteil entwickeln, prognostizierte der EU-Kommissar. Nach der Erweiterung sei es möglich, dass zum Beispiel russische Erzeugnisse auf dem gesamten EU-Markt von Schweden bis Spanien verkauft werden könnten. Grundlage seien die EU-weiten Sicherheits- und Gesundheitsschutzregeln. Profitieren würden vor allem kleine und mittlere Unternehmen. (apa)

17.1.2004 13:25