Safaripark Gänserndorf: Konkurs wurde bereits angemeldet
- Pharmakonzern Baxter arbeitet an Sanierungskonzept
- PLUS: Schönbrunner Tiergarten-Chef Pechlaner zur Pleite!
·Safaripark
Pechlaner: "Tier-Tötung kein Thema"
Der Safaripark Gänserndorf hat am Montag am Landesgericht Korneuburg Konkurs angemeldet. Der Antrag sei zu Mittag eingelangt, bestätigte der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) auf Anfrage der APA. KSV-Insolvenzexperte Kurt Haendel ging davon aus, dass das Konkursverfahren noch im Laufe des Montags eröffnet wird. Die Schulden des Safariparks betragen nach Angaben der Geschäftsführung des Unternehmens 4,7 Mio. Euro. Das Land Niederösterreich hat zwischenzeitlich garantiert, dass es für das Futter der Tiere sorgen wird. Der Pharmakonzern Baxter arbeitet angeblich an einem Sanierungskonzept.
Der Pharmakonzern Baxter ist an einer Rettung des Safariparks Gänserndorf interessiert. Man habe bereits begonnen, "mit einer Reihe potenzieller Partner an einem zukunftsträchtigen Konzept zu arbeiten", teilte Baxter am Sonntag mit. Ziel sei es, möglichst allen Tieren eine sorgenfreie Zukunft in einem artgerechten Umfeld zu sichern. Schwere Kritik übte Baxter am Safaripark- Management.
"Es wäre am Management des Safariparks gelegen, durch entsprechende Marketing-Maßnahmen vom Affenhaus zu profitieren", sparte Baxter-Vorstandssprecher Mateyka nicht mit Kritik am ehemaligen Partner. Hätte man gewusst, dass der Safaripark so schlecht dasteht und das Management so inkompetent ist, hätte sich Baxter für einen andern Zoo entschieden. Nun müsse ein neues Management eingesetzt werden, das im Unterschied zur bisherigen Safaripark-Leitung professionell und kompetent vorgehe, so Mateyka.
Die vom ehemaligen Geschäftsführer Georg Scheifinger erhobene Behauptung, das Affenhaus sei schuld an der finanziellen Misere des Safariparks, wies Mateyka "entschieden" zurück. Man sei stets den Zahlungsverpflichtungen pünktlich und vollständig nachgekommen.
Ein Konkurs des Safariparks ändere jedoch nichts am Engagement des Pharmakonzerns für die 43 Schimpansen, die einst als Versuchstiere eingesetzt worden waren. Mateyka: "Natürlich stellen wir mit unserer Schimpansenpension von 57.000 Euro pro Quartal die Pflege und Betreuung der Schimpansen sicher - und zwar bis ans Lebensende der Tiere. Das haben wir so vereinbart, und dazu stehen wir." (APA)
Cannes21:21
Zweite Goldene PalmeMichael Haneke gewinnt mit "Amour" den Hauptpreis bei den Filmfestspielen
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben

