Donnerstag, 15. Jänner 2004

Revanche gelungen: Renate Götschl gewinnt 2. Super G in Cortina!

  • 31. Sieg für unsere Speed-Queen / Ertl & Gerg (D) auf den Plätzen 2 & 3
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Speed-Queen Renate Götschl hat sich nun auch zur Cortina-Königin gekrönt. Die Steirerin gewann am Freitag auf der Tofana den zweiten Super G überlegen vor den beiden Deutschen Martina Ertl (+0,33) und Hilde Gerg (+0,43) und sicherte sich dank einer perfekten Fahrt ihren bereits 31. Weltcup-Sieg. Fünf Cortina-Siege hatte vor ihr nur Isolde Kostner geschafft.

Götschl war es zu verdanken, dass Österreichs Ski-Damen in Cortina erfolgreich Revanche für die Mittwoch-Schlappe genommen haben. Zwei Tage nachdem sich die am Daumen verletzte Steirerin unter dubiosen Umständen mit Platz sieben hatte begnügen müssen, raste die 28-Jährige in typischer und beeindruckender Manier zum 31. Sieg. Damit hat sie Erika Hess eingeholt und liegt in der ewigen Bestenliste schon auf Platz fünf. Hanni Wenzel (33) ist bereits in Reichweite. Das Zepter als Cortina-Königin muss sie sich vorerst aber noch mit Kostner teilen, dafür ist sie jetzt auch im Super G mit zehn Siegen "zweistellig".

Optimaler Lauf
Götschl kam entgegen, dass auch der zweite Super G extrem schnell gesetzt war und die harte Piste diesmal hielt. Cortina war ihr wieder einmal auf den Leib geschneidert und sie nutzte diese Chance. "Schon beim Besichtigen war mir klar, dass ist etwas für mich", gestand sie und gab auch zu: "Das war ein wirklich optimaler Lauf, viel besser geht es wohl nicht."

Nachdenkliche Dorfi
Die von über 80 Fans angefeuerte Steirerin etablierte sich damit im fünften Super G der Saison als erste Läuferin, die zwei Rennen in dieser Disziplin gewonnen hat. Zum Saisonauftakt hatte sie in Lake Louise vor Michaela Dorfmeister triumphiert. Die gerade von einer Mittelohrentzündung genesene Niederösterreicherin kam auch am Freitag über Platz 18 nicht hinaus und gab sich nachdenklich. "Es war sicherlich keine optimale Fahrt, aber die Zeit und der Rückstand sind mir unerklärlich."

Stock verloren
Ähnlich reagierte Megeve-Siegerin Alexandra Meissnitzer, die einen Stock samt Handschuh verlor, trotzdem als Achte den einzigen weiteren Top-Ten-Platz für den ÖSV holte. "Die Hand tut weh, aber der seelische Schmerz ist größer", sagte die Salzburgerin und haderte: "Eine Katastrophe, ich bringe einfach keinen fehlerfreien Lauf zusammen. Es ist zum Jammern zu gut und zu schlecht, um zufrieden zu sein. Von Top-Ten-Plätzen habe ich langsam genug."

Simard gestürzt
Tragisch verlief das Rennen für Genevieve Simard. Die kanadische Sensationssiegerin von Mittwoch war auf dem Weg zu einem neuerlichen Podestplatz, kollidierte aber im unteren Streckenabteil bei fast 100 km/h mit einer Torstange und erlitt eine Unterschenkel-Verletzung. Tags zuvor hatte sich im Abfahrtstraining die Schweizerin Tamara Müller schwer verletzt.

(apa/red)

15.1.2004 13:13