Leichtathletik: Mayr-Krifka geht zuversichtlich ins Olympia- und WM-Jahr
- Hallen-EM-Silbermedaillengewinnerin bestritt bei Erfolgscoach Malcolm Arnold neue Trainingswege

Österreichs Sprintrekordlerin Karin Mayr-Krifka startet zuversichtlich in das neue Jahr. 2004 bringt mit der Hallen-WM in Budapest und den Olympischen Spielen in Athen zwei Höhepunkte mit sich. Dass sich der im Oktober 2003 vollzogene Wechsel zum britischen Erfolgstrainer Malcolm Arnold gelohnt hat, will sie erstmals beim Saisonauftakt am 24. Jänner in Glasgow (60 m, 200 m) unter Beweis stellen.
Die 32-Jährige erhofft sich konstante Leistungen über die ganze Saison: "Damit ich nicht nur bei Staatsmeisterschaften neue österreichische Rekorde laufe, sondern mir das auch einmal bei WM oder Olympia gelingt."
Risikobereitschaft
Mayr-Krifka bewies mit dem Trainerwechsel vor dem Olympiajahr große Risikobereitschaft: "Mir ist das bewusst, aber ich vertraue ihm und seinen Methoden zu hundert Prozent", berichtete die Athletin des SV Schwechat am Dienstag auf einer Pressekonferenz in Wien, auf der sie auch ihr neue Homepage www.karinmayrkrifka.at präsentierte. Grund für den Wechsel von Langzeitcoach Walter Hable zu Arnold war eine Stagnation in der Leistungsentwicklung. "Karin hatte einen gewissen Level erreicht, aber ein nächster Schritt zur Verbesserung gelang nicht", erklärte Manager Robert Wagner.
Neue Trainingswege
Seit Oktober war die Hallen-WM-Fünfte des Vorjahres über 60 m vier Mal für je eine Woche zum Training an der University of Bath, die zwei Zug-Stunden westlich von London liegt und wo Arnold als Head-Coach tätig ist. Und seit Beginn der Zusammenarbeit bestreitet sie auch komplett neue Trainingswege: "Ich mache pro Woche nur noch sechs intensive Einheiten und nicht wie vorher zehn. Ich arbeite mit weniger Gewichten, mache 300-m-Läufe und Zirkeltraining." Prominentester Trainingspartner ist der Brite Jason Gardener, der Hallen-Europameister 2000 in Gent sowie 2002 in Wien und WM-Dritte 2003 in Birmingham (jeweils über 60 m).
Hallen-Saison hat große Bedeutung
Trotz Olympia misst Mayr-Krifka auch der Hallen-Saison große Bedeutung zu: "Wir werden bei den ersten Meetings sehen, wie es läuft und wie ich das Training verkrafte. Arnold wird auch beim ersten Rennen in Glasgow dabei sein." Malcolm Arnold, der bis 2000 Chefcoach der britischen Leichtathleten war, machte sich vor allem als Trainer des Hürdensprinters Colin Jackson einen Namen. Zuvor hat er den Kanadier Mark McKoy (1992 in Barcelona über 110 m Hürden) und John Akii-Bua aus Uganda (1972 in München über 400 m Hürden) zu Olympia-Titeln geführt.
(apa/red)
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