Freitag, 16. Jänner 2004

"profil"-Umfrage: Fischer derzeit deutlich in Führung

  • 50% für Fischer, 29% für Ferrero - SP-Kandidat auch bei FP-Wählern vorne
  • PLUS: FPÖ droht Ferrero!

Wie das Nachrichtenmagazin "profil" in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, liegt der SPÖ-Kandidat für das Bundespräsidentenamt, Heinz Fischer, durch den gegenüber seiner Konkurrentin um zwei Wochen früheren Wahlkampfstart derzeit deutlich in Führung. Laut einer ISMA-Umfrage im Auftrag von "profil" würden derzeit 50 Prozent der Österreicher für Fischer stimmen und 29 Prozent für Benita Ferrero-Waldner. 17 Prozent der Befragten meinten, sie würden keinen der beiden Kandidaten wählen oder nicht zur Wahl gehen. Auch bei den Anhängern der FPÖ liegt der SPÖ-Kandidat im Moment deutlich voran.

Gewählt wird am 25. April, aber der Wahlkampf der Präsidentschafts-Kandidaten hat begonnen! Einen Tag nach seiner Ankündigung, einen "fairen Wahlkampf" führen zu wollen, stichelte der SP-Präsidentschaftskandidat am Freitag erstmals gegen seine Konkurrentin Benita Ferrero-Waldner. Heinz Fischer: "Ich habe den Pensionskürzungen nicht zugestimmt". Ferrero-Waldner reagierte ihrerseits ebenfalls mit einem Fairness-Versprechen und bot Fischer ein "Schiedsabkommen" an. Treffen will sie ihren Konkurrenten jedoch nicht.

Während Fischer hofft, dass die Wähler aus Gründen der "Machtbalance" dem ÖVP-Kanzler einen SPÖ-Präsidenten gegenüberstellen, rückt die Außenministerin ihre Haltung zur NATO zurecht und steht nun "nicht mehr auf dem Standpunkt, dass wir NATO- Mitglied werden müssen".

Vor eineinhalb Jahren hatte Ferrero-Waldner in ihrem Buch "Kurs setzen in einer veränderten Welt" erklärt, dass Österreich "letztendlich die NATO-Mitgliedschaft brauchen" werde. Im "Kurier" meint die Außenministerin nun, dass sich seither viel verändert habe. Auch eine Abschaffung der Neutralität steht für sie derzeit "nicht zur Diskussion".

Ein Treffen mit Fischer lehnt Ferrero-Waldner ab, will aber ein "Schiedsabkommen für Fairness" vorlegen. "Eine Schmutzkübelkampagne ist der Würde des Amtes nicht zuträglich."

Ihre Tour durch die Bundesländer startete Ferrero-Walder bereits am Freitagabend in Niederösterreich, beim jährlichen Empfang des Landeshauptmannes in Wilhelmsburg. Fischer will erst nach den Landtagswahlen in Kärnten und Salzburg durch die Bundesländer touren. (APA/red)

16.1.2004 14:10