Sonntag, 18. Jänner 2004

US-Präsidentschaft: Jimmy Carter hilft Howard Dean

  • Ex-US-Präsident setzt vor Wahlen in Iowa ein Zeichen
  • PLUS: Nur noch 43 Prozent für eine Wiederwahl Bushs!

Am Vortag der ersten offiziellen Vorwahlen der US-Demokraten im Bundesstaat Iowa hat einer der Kandidaten, der ehemalige Gouverneur von Vermont, Howard Dean, mit Ex-Präsident Jimmy Carter einen symbolträchtigen gemeinsamen öffentlichen Auftritt absolviert. Dean und Carter besuchten Sonntag Früh gemeinsam die Maranatha Baptisten-Kirche im Bundesstaat Georgia.

Friedensnobelpreisträger Carter betonte zwar, dass er keinen der demokratischen Kandidaten formell unterstütze, richtete aber aufmunternde Worte an Dean. Der gemeinsame Auftritt mit Carter beim Kirchgang könnte Dean am Montag bei den Vorwahlen im ländlichen Bundesstaat Iowa im Mittleren Westen durchaus nützen. 1976 hatte Jimmy Carter, damals eher unbekannter Gouverneur, die Vorwahlen in Iowa gewonnen und war schließlich ins Weiße Haus eingezogen.

Nach dem Gottesdienst kritisierte Carter vor Journalisten den "unnotwendigen Krieg im Irak", der bisher das Leben von 500 Amerikanern gekostet habe und in dem Tausende weitere teils schwer verletzt worden waren. Howard Dean lehnt den Irak-Krieg ebenfalls entschieden ab und wirft einigen seiner demokratischen Mitbewerber vor, die Kriegspolitik von Präsident George W. Bush im Kongress in Washington unterstützt zu haben. (APA/red)

18.1.2004 20:37