Sonntag, 18. Jänner 2004

Bombe an Bord? US-Jet musste in Irland notlanden!

  • Alles nur ein Jux: Polizei nahm 19-jährigen Deutschen fest
  • PLUS: Streit zwischen USA und Europäern um "Sky Marshals"!

Einen extrem schlechten Scherz hatte sich ein 19-jähriger Deutscher am Sonntag erlaubt, jetzt sitzt er deshalb in Haft. Mit einer nicht ernst gemeinten Bombendrohung hatte er ein US-Passagierflugzeug zu einer Notlandung auf dem irischen Flughafen Shannon gezwungen.

Wie die Behörden am Montag mitteilten, war tags zuvor auf einer Bordtoilette der in Frankfurt am Main gestarteten Maschine der Delta Airlines ein Stück Papier gefunden worden, auf dem stand, es befinde sich eine Bombe an Bord. Die Boeing 767 mit 147 Passagieren und Besatzungsmitgliedern auf dem Weg nach Atlanta (US-Bundesstaat Georgia) wurde umgehend nach Irland umgeleitet.

Auf dem Flughafen Shannon wurde die Maschine von Bombenexperten der Polizei und der Armee mehrere Stunden gründlich und letztlich ohne Resultat untersucht. Polizisten befragten außerdem alle Passagiere, nahmen ihre Fingerabdrücke und baten um Proben der Handschrift. Daraufhin sei ein 19-Jähriger deutscher Passagier, über dessen genauere Identität nichts bekannt wurde, festgenommen worden, hieß es weiter. Die restlichen Passagiere und Besatzungsmitglieder übernachteten in der Nähe des Flughafens und setzten den Flug am Montag fort. (APA/red)

18.1.2004 16:25