Sonntag, 18. Jänner 2004

Kanada: Einmotoriges Flugzeug in den Eriesee gestürzt

  • Pilot sendete kurz nach dem Start Notsignale
  • Suche nach den neun Insassen beendet: Keine Überlebende

Ein einmotoriges Flugzeug mit mindestens neun Menschen an Bord ist in der Nacht zum Sonntag in den vereisten Eriesee an der Grenze von USA und Kanada gestürzt. "Es sieht nicht so aus, als gebe es Überlebende", bedauerte der Präsident der Fluggesellschaft Georgian Express, Paul Mulrooney, gegenüber der kanadischen Zeitung "Globe and Mail".

Demnach hatte der Pilot der Cessna 208 Caravan kurz nach dem Start von der kanadischen Insel Pelee verzweifelte Hilferufe gesendet. Danach brach der Funkkontakt zu dem kleinen Verkehrsflieger ab.

Die US-Küstenwache fand das Wrack - mit der Nase in Eisschollen gebohrt - in der Mitte des Sees. Schneetreiben gemischt mit Eisregen erschwerten die Suche nach möglichen Überlebenden des Unglücks. Hubschrauber mussten bis auf 15 Meter über der Wasseroberfläche herunterkommen, um die Wolkendecke zu durchbrechen, schrieb die Zeitung am Sonntag.

Die Identität der Passagiere sowie die Unglücksursache waren zunächst unbekannt. Laut Georgian Express waren außer dem erfahrenen Piloten mindestens acht Passagiere an Bord. Vermutlich war kurz vor dem Start ein neunter Passagier zugestiegen. Die Fluggesellschaft bietet täglich drei Flüge zwischen der Insel Pelee und der Stadt Windsor. Der Unglückspilot war die Strecke nach Angaben von Georgian Express unzählige Male geflogen. (APA/red)

18.1.2004 08:07