Bildungsabbau: Leipziger Studenten demonstrieren
- Landtags-Debatte über Hochschulpolitik unterbrochen
- PLUS: Auch Wiener Studenten protestieren plakativ
·Die Uni-BILDER
Die "Besetzung" soll am Abend enden!
·Uni-BILDER
Besetzung wurde friedlich beendet
·IHRE MEINUNG!
Finden Sie die Uni- Besetzung richtig?
·Uni-Rektor
Winckler weist alle Vorwürfe zurück
Studenten der Leipziger Universität haben am Freitag im sächsischen Landtag eine Unterbrechung der aktuellen Debatte über die Hochschulpolitik erzwungen. Die zwölf jungen Männer und Frauen waren auf der Besuchertribüne des Landtages und wurden von Landtagspräsident Erich Iltgen (CDU) zur Ordnung gerufen, nachdem sie zwei Mal während der Rede von Wissenschaftsminister Matthias Rößler (CDU) applaudiert hatten. Als das nichts half, unterbrach Iltgen die Sitzung, woraufhin die Abgeordneten den Plenarsaal verließen.
Mit ihrer Aktion wollten die Studenten auf die Bildungsmisere an den sächsischen Hochschulen aufmerksam machen. Gegen Mittag wurden sie von der Polizei von der Besuchertribüne geholt. Sie mussten ihre Personalien angeben und verließen anschließend den Landtag. Nach Angaben eines Parlamentssprechers wird geprüft, ob Strafanzeige wegen Hausfriedensbruchs erstattet werden kann. Die Studenten waren Gäste der PDS-Landtagsabgeordneten Heike Werner, die hochschulpolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist.
Die 25 Jahre alte Ethnologiestudentin Maria Hetzer aus Leipzig rechtfertigte die Aktion im Landtag damit, dass "wir in einer Demokratie leben und nicht einfach heruntergebuttert werden können". Mit Hinweis auf Rößler betonte sie, "dass wir ihn in Leipzig nicht sehen". Also müsse man zu ihm kommen.
Zeitgleich zu der Aktion im Landtag protestierten vor dem Parlament rund 5.000 Studenten aus Dresden und Leipzig gegen drohende Studiengebühren und gegen die Auswirkungen von Stellenkürzungen an den Universitäten. Sprecher machten darauf aufmerksam, dass nicht nur an den Hochschulen selbst gespart werde, sondern auch bei den Studentenwerken. Patrick Thom, stellvertretender Vorsitzender im Verwaltungsrat des Studentenwerkes Dresden, sagte, in diesem Jahr gebe es insgesamt nur noch acht Millionen Euro. Das sei ein Drittel weniger als noch vor zwei Jahren. (APA/red)
Familiendrama in St. Pölten15:23
Bluttat: Bub ist totÄrzte kämpften erfolglos: Achtjähriger Bub nach Kopfschuss gestorben
