Treffen der Verteidigungsminister: Frankreichs Alliot-Marie in USA bei Rumsfeld
- War erstes "Wiedersehen" der beiden seit dem Irak-Kieg
- Gut einstündiges Gespräch im Pentagon
Erstmals seit dem Irak-Krieg haben sich die Verteidigungsminister der USA und Frankreichs am Donnerstag wieder getroffen. Die französische Verteidigungsministerin Alliot-Marie wurde von Pentagonchef Rumsfeld in Washington zu einem gut einstündigen Gedankenaustausch empfangen. Ein Sprecher Alliot-Maries sagte, das Treffen stünde im Zeichen "eines positiven Geistes der Zusammenarbeit".
Frankreich führte die Gruppe der Gegner des Irakkrieges mit Deutschland und Russland an. Rumsfeld hatte im Streit um den Krieg Frankreich und Deutschland abschätzig als "altes Europa" bezeichnet.
Nach Informationen der Pariser Tageszeitung "Le Monde" erwägt der französische Staatschef Chirac für die Zeit nach dem Ende der US-Besatzung eine Entsendung französischer Soldaten, die unter UN-Mandat im Irak stationiert wären. Ein Berater Chiracs sagte der Zeitung, wenn der UN-Sicherheitsrat die NATO zur Entsendung einer multinationalen Stabilisierungstruppe ähnlich der in Bosnien auffordere, dann werde Frankreich sich nicht widersetzen. Es sei denkbar, dass zwei ausländische Militärkontingente im Irak nebeneinander bestünden: US-geführte Koalitionstruppen, die nach der Übergabe der Souveränität an die Iraker im Land verbleiben, sowie eine neue multinationale Truppe unter UN-Mandat.
(apa)
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