Donnerstag, 15. Jänner 2004

Suchaktion gestartet: Österreicher in Argentinien vermisst

  • Botschafter: Nach Trekking-Wanderung nicht in Hotel zurückgekehrt
  • 29-Jähriger seit 2. Jänner gemeinsam mit Israeli unterwegs

Zwei Touristen - einer aus Österreich und einer aus Israel - werden seit dem vergangenen Sonntag in Feuerland im Süden Argentiniens vermisst. Die Suche nach den beiden Wanderern konzentriere sich auf die Region Valles de Andorra in der Nähe der Provinzhauptstadt Ushuaia, meldete die staatliche argentinische Nachrichtenagentur Telam am Donnerstag.

Der österreichische Botschafter in Argentinien, Dr. Yuri Standenat, bestätigte am Donnerstagabend (MEZ) gegenüber der APA die Angelegenheit: "Wir haben davon am Montag erfahren. Gestern wurden in dem Gebiet per Helikopter Suchtrupps abgesetzt. Bis jetzt wurde aber niemand gefunden."

Der 29-jährige Michael Fricke - seine Eltern wohnen offenbar in Graz und sind über die Vermisstenmeldung informiert - und der 31-jährige Israeli waren am 2. Jänner mit Verpflegung für drei Tage - so die argentinische Nachrichtenagentur - zu einer Bergwanderung aufgebrochen. Am 11. Jänner habe das Hotel, in dem die beiden abgestiegen waren, eine Vermisstenanzeige aufgegeben.

Botschafter Standenat: "Sie sind nach fünf oder sechs Tagen von der Trekking-Tour nicht wieder zurück gekommen." Die Lodge hätte schließlich bei der Polizei die Abgängigkeitsanzeige erstattet. Der Botschafter: "Wir haben uns sofort um den Fall gekümmert. Ich habe beim Vizegouverneur der Provinz interveniert. Heute ist Konsul Harald Ulbrich in die Region geflogen." Man stehe auch ständig mit dem Bürgerservice beim Außenamt in Wien in Verbindung. (apa)

15.1.2004 20:31