Montag, 12. Jänner 2004

Südtirol: SVP-Chef Brugger zieht sich zurück

  • 50-Jähriger tritt nach elf Jahren ab
  • Weiter Einsatz als Kammerabgeordneter in Rom

Der Obmann der Südtiroler Volkspartei (SVP), Kammerabg. Siegfried Brugger (50), tritt nicht mehr als Parteichef an. Dies wurde am Montagabend am Rande einer Parteileitungssitzung in Bozen bekannt. Brugger war seit 1992 SVP-Chef. Die Parteispitze soll bei einer SVP-Landesversammlung am 17. April neu gewählt werden.

Wie es in einer schriftlichen Erklärung Bruggers hieß, seien die Übernahme des SVP-Obmannes vor etwas mehr als elf Jahren und die damit verbundenen Arbeiten und Verpflichtungen eine große Ehre, aber auch eine große Herausforderung gewesen. Es habe ein hohes Maß an Konsequenz erfordert, die Südtiroler Volkspartei zu einer modernen und weltoffenen Partei zu machen, die für jeden Südtiroler eine Perspektive biete.

Nach dieser Zeit sei es eine Frage der Konsequenz, den Wechsel an der Spitze unserer Gemeinschaft für Südtirol herbeizuführen. Politische Spitzenämter brauchten den Wechsel, um die Vielfalt unseres Landes und seiner Köpfe repräsentieren zu können und ideenreiche Triebfeder für die Politik des Landes zu bleiben.

Für ihn sei es nicht nur eine Frage des konsequenten Handelns für eine moderne Südtiroler Volkspartei, sondern auch eine Frage der Ehre, die Führung der Volkspartei in neue Hände zu geben, sagte Brugger weiter. Man dürfe nicht warten und er wolle auch nicht warten, bis neue Kräfte berechtigte Forderungen stellten. Vielmehr wolle er aktiv mithelfen, die Weichen für die zahlreichen vor uns liegenden Aufgaben zu stellen und weitere politische Entwicklungen in Südtirol auch in der Frage neuer Köpfe mit zu gestalten und zu fördern.

Sein Einsatz werde auch in Zukunft dem Land Südtirol gelten. Die Vertretung des Landes in Rom werde in den nächsten Jahren noch anspruchsvoller werden. Große Reformen stünden an. Dieser Aufgabe werde er sich auch in Zukunft mit ganzer Kraft widmen. Er werde sich aber auch an der inhaltlichen Diskussion darüber beteiligen, welche politische Richtung unser Land in den nächsten Jahren einschlagen werde. (APA/red)

12.1.2004 19:28