Sonntag, 18. Jänner 2004

Klagenfurt: Brandanschlag auf Swinger-Club ungeklärt

  • Polizei schließt Zusammenhang mit anderen Straftaten nicht aus

Im Brandanschlag auf einen Swinger-Club im Klagenfurter Stadtteil Welzenegg tappt die Polizei nach wie vor im Dunklen. Es gibt keinerlei Hinweise auf den bzw. die Täter.

Samstag am späten Abend war ein aus einer Glasflasche, Textilfetzen und einer brennbaren Flüssigkeit gebastelter Molotow-Cocktail gegen das Haus geschleudert worden. Während an der Hausmauer lediglich Verrußungen entstanden, brannte ein vor dem Club abgestellter Pkw eines Besuchers völlig aus.

Es war nicht der erste Anschlag. Mitte Dezember waren binnen fünf Tagen aus einem Schrotgewehr sieben Schüsse auf nahe dem Swinger-Club abgestellte Pkw abgegeben worden. Drei Autos, die Anrainer in der Rilkestraße geparkt hatten, wurden durch die Projektile teils stark beschädigt. Die Polizei schließt einen Zusammenhang nicht aus.

Ungeklärt ist auch noch der Brandanschlag im Juli 2003 auf das im Schloss Freyenthurn untergebrachte Nobel-Etablissement" "Babylon". Es entstand ein Schaden von 100.000 Euro. Die Bordell-Besitzer haben 20.000 Euro Ergreiferprämie ausgesetzt. Es gibt auch Fotos aus der Überwachungskamera: Sie zeigen einen jungen Mann, der mitten in der Nacht mit einem Benzinkanister in der Hand das Gelände von Schloss Freyenthurn betritt. Trotz Veröffentlichung der Bilder auf der "Babylon"-Homepage gibt es weiterhin keine Hinweise auf den Täter.

Für den stellvertretenden Kripochef Johann Melischnig könnte es zwischen den Anschlägen auf den Swinger-Club und das Bordell Zusammenhänge geben. "Wir müssen großräumig zu denken anfangen", sagte er. (apa)

18.1.2004 09:54