Minus zwei Prozent: Weniger Geburten in Österreich
- Vorarlberger und Salzburger die größten "Baby-Muffel"
- Immer mehr uneheliche Kinder
·Kindergeld
Jeder Fünften droht die Rückzahlung!
Die Zahl der Geburten in Österreich sinkt. Wie Statistik Austria am Freitag mitteilte, ging die Zahl der geborenen Kinder im Zeitraum Jänner bis November 2003 um fast zwei Prozent zurück.
In den ersten elf Monaten des vergangenen Jahres wurden nach vorläufigen Zahlen 69.569 Babys lebend geboren. Das waren um 1.373 niedriger als im Vergleichszeitraum des Vorjahres (70.942). Die Ergebnisse für den Dezember werden im März erwartet, so Statistik Austria.
Am faulsten war der Storch in Vorarlberg mit minus 5,7 Prozent, gefolgt von Salzburg (minus 5,1 Prozent), Niederösterreich (minus 2,7 Prozent) sowie Oberösterreich und Tirol mit je minus 2,4 Prozent. Ein wenig "fleißiger" war er im Burgenland (minus 1,4 Prozent), in Kärnten (minus 1,0 Prozent), in der Steiermark (minus 0,2 Prozent) und in Wien (minus 0,1 Prozent).
Ein Zwölfmonatsvergleich vom Dezember 2002 bis November 2003 ergab eine Anzahl von 75.946 Lebendgeburten und somit ein Minus von 1,1 Prozent im Vergleich zu der vorangegangenen Vergleichsperiode (Dezember 2001 bis November 2002: 76.761). Immer mehr Kinder werden unehelich in die Welt gesetzt. Es gab in dieser Periode 49.277 "Eheliche" (minus 3,3 Prozent) und 26.669 "Uneheliche" (plus 3,3 Prozent). Das bedeutet, die Unehelichenquote stieg damit von 33,6 Prozent auf 35,1 Prozent an.
Allein im November 2003 wurden in Österreich um 5,6 Prozent weniger Geburten verzeichnet. Die Zahl der lebend geborenen Kinder in diesem Monat (5.784) war absolut um 340 niedriger als im November 2002 (6.124). Das ist der bisher stärkste Rückgang in diesem Jahr. Die meiste Abnahme gab es in Vorarlberg mit einem Minus von 12,8 Prozent, in Oberösterreich (minus 9,8 Prozent) sowie im Burgenland (minus 9,4 Prozent). Als einziges Bundesland konnte Tirol mehr Kinder im neuen Leben begrüßen (plus 8,1 Prozent).
(apa)
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