Freitag, 16. Jänner 2004

VP-Kärnten bekräftigt: Werden Haider nicht zum LH machen

  • Festlegung gilt aber nur für Person Haider, nicht ganze FPÖ
  • Schüssel nicht begeistert: "Zuerst soll Wähler sprechen"

Die Kärntner Volkspartei bleibt bei ihrem Nein zu einem Landeshauptmann Haider nach dem 7. März. "Auch wenn es einigen Medien nicht passt - die Position der Kärntner ÖVP ist unverändert: Wir werden eine Wiederwahl des amtierenden Landeshauptmannes im Landtag weder aktiv noch passiv unterstützen", stellten Spitzenkandidatin Scheucher und Parteiobmann Wurmitzer fest.

Diese Festlegung gelte bereits seit Haiders empörenden Aussagen zu Saddam Hussein für die Person, nicht aber für die gesamte FPÖ, betonen Scheucher und Wurmitzer: "Wir respektieren selbstverständlich die Entscheidung des Wählers, der bei der Landtagswahl über Parteien und nicht über Personen befindet. Wir sind für jede Kooperation offen, die für das Land gut ist. Aber zuerst spricht der Wähler."

ÖVP-Bundesparteiobmann Schüssel hatte sich in der "Presse" nicht allzu begeistert über diese Festlegung seiner Kärntner Landespartei gezeigt. "Ich halte alle Festlegungen für zumindest hinterfragbar, bevor seine Majestät der Wähler gesprochen hat", meinte der Bundeskanzler. "Zuerst sollen die Kärntnerinnen und Kärntner votieren." Einmischen will sich der Kanzler nach eigenen Worten aber nicht: "Die brauchen keinen Rat. Die sollen autonom entscheiden. Das ist bei uns so: gelebter Föderalismus."

(apa)

16.1.2004 09:56