Samstag, 10. Jänner 2004

Neue Studie: Österreicher urlauben am liebsten faulenzend

  • 56,6 Prozent der Österreicher ziehen Urlaub im Ausland vor
  • Sporturlaub kann aber trotzdem Zuwächse verbuchen

Faulenzen ist nach der jüngsten bundesweiten Urlauberbefragung des Tourismuskollegs in Bad Gleichenberg die liebste Beschäftigung in den Ferien. Im Inland taten das die österreichischen Urlauber im Jahr 2003 am liebsten in Kärnten, Tirol und der Steiermark, mehr als die Hälfte der Befragten (56,6 Prozent) hat allerdings das Ausland bevorzugt.

Hier zählen Kroatien, Slowenien, Italien und Griechenland zu den beliebtesten Reiseländern. Die Ergebnisse der Befragung wurden am Freitagabend in Graz präsentiert.

"Faulenzen legt zu", so die Grazer Meinungsforscherin und Projektleiterin Claudia Brandstätter-Matuschkowitz. Mehr als 64 Prozent der Teilnehmer an der bundesweiten, repräsentativen Befragung gaben das "Dolce far niente" als liebste Urlaubsbetätigung an.

Die Erhebung hat Unterschiede bei der Intensität des Nichtstuns ergeben: Das Faulenzen ist den Grazern mit 70,4 Prozent wichtiger als den Steirern und den restlichen Österreichern, so die Meinungsforscherin. Während im Österreichschnitt 63,6 Prozent dem Nichtstun frönen, sind es in der Steiermark insgesamt 59,4 Prozent.

Sporturlaub boomt trotzdem
Interessanterweise kann aber auch der Sport - und somit das absolute Gegenteil von Nichtstun - als Hauptbeschäftigung im Urlaub Zuwächse verbuchen: Mehr als 42 Prozent der Befragten gaben an, in den Ferien gerne sportlich aktiv zu sein. Essen und Trinken liegt mit knapp 54 Prozent gut im Urlaubsbetätigungsfeld. Der Kultururlaub rangiert bei einem Drittel ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Gesundheitsmaßnahmen und "Shoppen" sind im Vergleich zu vorherigen Befragungen mit knapp 21 Prozent stabile Urlaubsbeschäftigungen. (apa)

10.1.2004 11:05